Beschäftigt: Gerrit Meinke, Finanzgeschäftsführer bei Arminia Bielefeld. - © Wolfgang Rudolf
Beschäftigt: Gerrit Meinke, Finanzgeschäftsführer bei Arminia Bielefeld. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Arminia erhält eine Zweitligalizenz unter Bedingungen

Ungewissheit über die kommende Spielklasse erschwert die Arbeit der Geschäftsführung. Post vom DFB zum Thema 3. Liga wird heute erwartet. Entscheidungsstau bei Personalfragen

Jörg Fritz

Bielefeld. In diesen Frühlingstagen tauchen beim Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld viele Fragen auf, die aufgrund der ungeklärten sportlichen Situation in der kommenden Spielzeit noch nicht beantwortet werden können. „Das ist gelebte Praxis bei uns", beschreibt Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke den Zeitraum, wenn die künftige Spielklasse definitiv noch ungeklärt ist. Geklärt ist zumindest Plan A, der den weiteren Weg in der 2. Bundesliga beinhaltet. Meinke erhielt am Mittwochabend Post von der Deutschen Fußballliga (DFL) über den gestellten Lizenzierungsantrag für die Saison 2017/18. „Wir haben die Lizenz von der DFL erhalten, die jedoch an Bedingungen geknüpft ist", erklärt der Finanz-Geschäftsführer. Die noch zu erledigenden Hausaufgaben müssen bis zum 31. Mai 2017 abgeschlossen sein und dem Lizenzierungsausschuss vorgelegt werden. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Vorrangig gilt es, den Nachweis über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit für die anstehende Zweitliga-Saison zu erbringen. „Das heißt, dass ein Liquiditätsnachweis zu erbringen ist. Meinke: „Wir sind sicher, dass wir diese Bedingungen bis zum Abgabetermin erfüllen werden" Am Donnerstag erwartet Meinke Post vom Deutschen Fußball-Bund (DFB), der für die Drittliga-Lizenzierung zuständig ist. Meinke: „Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir werden keine negative Überraschung erleben." Der Entscheidungsstau bei Arminia Bielefeld betrifft vor allem die personellen Planungen. Meinke und Sport-Geschäftsführer Samir Arabi müssen folglich zweigleisig planen. Spielerverträge enden Zum 30. Juni 2017 enden die Verträge von Daniel Davari, Wolfgang Hesl, Steffen Lang, Henri Weigelt, Manuel Hornig, Manuel Junglas, Sebastian Schuppan, Leandro Putaro (ausgeliehen vom VfL Wolfsburg), Reinhold Yabo (ausgeliehen von RB Salzburg) und Michael Görlitz. Die Frage nach der Zukunft dieser Profis bei den Arminen lässt sich derzeit nicht beantworten. Mit Marco Hober (ausgeliehen an den Regionalligisten Borussia Dortmund II) und Dennis Mast (ausgeliehen an den Chemnitzer FC) kehren zwei Spieler nach Bielefeld zurück, die sich bei ihren aktuellen Klubs zu unverzichtbaren Leistungsträgern entwickelt haben. Sowohl Hober als auch Mast sind noch bis zum 30. Juni 2018 an den DSC gebunden. Das Thema Neuzugänge ruht ebenfalls. Auch die Frage nach dem Trainer, der Arminia Bielefeld in der der kommenden Spielzeit betreuen wird, muss bis zu dem Zeitpunkt vertagt werden, an dem Gewissheit über den Klassenerhalt oder den Abstieg herrscht. Mit einem Sieg am Samstag in Heidenheim (13 Uhr, Voith-Arena, Liveticker auf nw.de) können die Arminen der Erfüllung ihres Saisonziels einen kleinen Schritt näher kommen. Fest steht hingegen, dass der Kader von Arminia Bielefeld zwecks Vorbereitung auf die neue Saison im Juli ein Trainingslager in Österreich beziehen soll.

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