Tolles Wir-Gefühl: Arminias Spieler halten ein Trikot des verletzten Spielers Christopher Nöthe in die Höhe. - © Christian Weische
Tolles Wir-Gefühl: Arminias Spieler halten ein Trikot des verletzten Spielers Christopher Nöthe in die Höhe. | © Christian Weische

Arminia Arminia beendet die schwarze Auswärtsserie

Sieg gegen Sandhausen durch die Tore von Voglsammer und Börner - mit sieben Punkten schließt der DSC die englische Woche erfolgreich ab

Peter Burkamp

Sandhausen. Der Bann ist gebrochen. Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld kann auch auswärts gewinnen. Mit einem 3:1 (1:0)-Sieg beim SV Sandhausen beendeten die Ostwestfalen ihre schwarze Serie auf fremden Plätzen, die genau 363 Tage angedauert hatte. Damals siegten die Arminen 4:1 in Sandhausen. Andreas Voglsammer (2) und Julian Börner trafen für Arminia. Markus Karl erzielte den Ehrentreffer. Mit sieben Punkten aus der englischen Woche sind die Arminen unter ihrem neuen Trainer Jeff Saibene auf einem guten Weg, den Klassenerhalt zu schaffen. Trainer Jeff Saibene stellte seine Mannschaft nur auf einer Position um: Für den verletzten Christopher Nöthe, der sich beim 2:1-Erfolg über Fortuna Düsseldorf einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, spielte Keanu Staude auf dem linken Flügel. Der Nachwuchsspieler schaffte damit den Sprung von der Tribüne in die Startelf. Klos erneut auf der Bank Das bedeutete gleichzeitig, dass Torjäger Fabian Klos, am Dienstag noch Siegtorschütze, erneut zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Dort saß auch Sören Brandy, der offenbar in den vergangenen Tagen gut trainiert hat und zumindest für einen Kurzeinsatz in Frage kam. In der Startphase erspielten sich die Arminen leicht Feldvorteile. Zwei Mal sorgte Nöthe-Ersatz Keanu Staude für erste gefährliche Ansätze. Staude war auch an der schönen Kombination beteiligt, die zur 1:0-Führung der Arminen führte. Reinhold Yabo, als Letzter der Bielefelder Angriffskette, wurde im Strafraum von Sandhausens Keeper Marco Knaller gelegt. Eine etwas umstrittene Entscheidung, zuvor hatten die Arminen schon Glück, dass der Schiedsrichter auf der anderen Seite nicht auf Handelfmeter (Staude) entschieden hatte. Berechtigt oder nicht - Andreas Voglsammer verwandelte den Strafstoß sicher. Die Arminen feierten am Spielfeldrand mit einem hoch gehaltenen Trikot von Christopher Nöthe. Aggressive Arminen Mitte der ersten Halbzeit wurde der Druck der Gastgeber größer. Sandhausen agierte schneller und versuchte die DSC-Abwehr teilweise auch durch hohe Bälle in Verlegenheit zu bringen. Die Zweikämpfe wurden härter, und Arminia kassierte einige Verwarnungen. Nachdem Keanu Staude zu übereifrig schon Gelb gesehen hatte und Gelb-Rot gefährdet war, holte Jeff Saibene ihn vom Platz. In der Schlussphase der ersten Halbzeit hatten die Arminen durch Reinhold Yabo zwei gute Kontermöglichkeiten. In der einen Szene passte er den Ball nicht exakt genug in die Mitte, in der nächsten lief er sich in Sandhausens Torwart Knaller fest. So blieb es bei der Pausenführung der Gäste, die in der Schlussphase der ersten Halbzeit höherem Druck ausgesetzt waren. Die erste große Chance der zweiten Halbzeit gehörte den Arminen. Andreas Voglsammer passte von der rechten Strafraumseite nach innen und ein Sandhausener Innenverteidiger rettete vor dem einschussbereiten Yabo (53.). Voglsammer brachte den DSC zwei Minuten später mit 2:0 durch einen Schuss von der Strafraumgrenze in Führung. So was nennt man effektiv. Kurz nach dem zweiten Treffer der Arminen brachte Jeff Saibene Fabian Klos für Reinhold Yabo, der viel gelaufen war, ins Spiel. Sandhausen gab sich längst nicht geschlagen und forderte die ganze Aufmerksamkeit der DSC-Defensive. Jeff Saibene dachte jedoch nicht daran, seine Mannschaft zurück zu nehmen. Er wechselte für Voglsammer in der 68. Spielminute Sören Brandy ein. Nach einer Ecke und mehreren Kopfballversuchen brachte schließlich Julian Börner den Ball zum 3:0 über die Linie. Karl (90.) betrieb nur Ergebniskosmetik. Der erste Auswärtssieg der Saison war perfekt.

realisiert durch evolver group