Würzburgs Lukas Fröde (l) kämpft mit Bielefelds Fabian Klos um den Ball. - © dpa
Würzburgs Lukas Fröde (l) kämpft mit Bielefelds Fabian Klos um den Ball. | © dpa

Arminia Bielefeld 1:1 in Würzburg: Pechvogel Diaz rettet Arminia

Arminen präsentieren sich über weite Strecken zu lethargisch / Unglaubliches Eigentor sorgt für späten Ausgleich

Patrick Albrecht

Bielefeld. Arminia Bielefeld nimmt beim Debüt von Trainer Jeff Saibene nach einer harmlosen und dürftigen Leistung bei Abstiegskonkurrent Würzburg dank eines unglaublichen Eigentores in der Nachspielzeit zumindest einen Punkt mit nach Hause. Rico Benatelli schoss die Gastgeber in der 17. Minute in Front. Im Vorfeld des Spiels gab es bereits die erste kleine Überraschung: Florian Dick stand zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf. Für ihn musste der ohnehin erkrankte Michael Görlitz weichen. Zudem kehrte Abwehrchef Julian Börner nach abgesessener Gelbsperre für Stephan Salger in die Innenverteidigung zurück. Daniel Davari stand erneut im Tor - er wurde im Vorfeld von Trainer Jeff Saibene als klare Nummer Eins tituliert. Fast kein Abschluss in Halbzeit eins In der ersten Viertelstunde des Spiels hatten die Würzburger Kickers leichte Vorteile im Ballbesitz, Chancen gab es jedoch auf keiner Seite. Mit der ersten Gelegenheit ging Würzburg dann direkt in Führung: Weihrauch schnappte sich auf der rechten Seite den Ball und ließ im Folgenden gleich drei Gegenspieler stehen. Der Rechtsaußen lief bis zur Grundlinie durch und legte den Ball in den Rücken der Abwehr. Benatelli hatte aus gut 20 Metern zentraler Position keine Mühe und schob gegen die Laufrichtung von Keeper Davari rechts unten zum 1:0 ein. In der Folge zogen sich die Kickers etwas zurück, hatten aber durch Daghfous (24.) und Soriano (34.) große Möglichkeiten, auf 2:0 zu stellen. Den Arminen fehlte es im Offensivspiel über die gesamten ersten 45 Minuten an Ideen und Durchschlagskraft. Lediglich Christoph Hemlein (36.) und Keanu Staude (40.) kamen zum Abschluss, sorgten mit ihren Fernschüssen aber für keinerlei Gefahr. Auf der Gegenseite machte es Vorlagengeber Weihrauch nicht viel besser (37.). Würzburg weiter dominant Nach der Halbzeit brachte Saibene Andreas Voglsammer für den blassen Keanu Staude. Die Arminen stellten auf ein 4-4-2 um, um auch über die Außenbahnen mehr Druck entwickeln zu können. Die Wirkung blieb zunächst aus, Würzburg kam besser aus der Kabine und hatte Ball und Gegner weiterhin gut im Griff. Nur zehn Minuten nach Wiederanpfiff ersetzte Christopher Nöthe Sebastian Schuppan. Florian Hartherz rückte daraufhin eine Position nach hinten und übernahm als Linksverteidiger. Die Saibene-Elf brachte jedoch bis zur 70. Minute bis auf einen harmlosen Voglsammer-Kopfball nichts zustande. Hartherz' Linksschuss aus gut 25 Metern linker Position (72.) war dann der Auftakt zu einer besseren Phase der Arminen. Würzburg zog sich immer mehr zurück, Arminia wirkte wacher und entschlossener. Doch trotz Vorteilen im Ballbesitz sorgte nur noch Fabian Klos mit einem ungefährlichen Kopfball für einen Abschluss (77.). Die Kickers fingen sich wieder und verteidigten geschickt, bis der vierte Offizielle sechs Minuten Nachspielzeit anzeigte. Junior Diaz hilft mit Es brauchte schließlich ein schier unglaubliches Eigentor, um doch noch einen Punkt mit nach Bielefeld zu nehmen. Linksverteidiger Junior Diaz rutschte der Ball im eigenen Strafraum derartig unglücklich über den Spann, dass dieser per Bogenlampe ins eigene Tor flog. Keeper Siebenhandl versuchte noch zu retten, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern. Die Bielefelder drängten in den restlichen Minuten sogar noch auf den Siegtreffer, der aber des Guten zu viel gewesen wäre. Dank eines äußerst unglücklichen Eigentores kann Arminia Bielefeld nach einer schwachen Vorstellung zumindest einen Punkt mit nach Hause nehmen. Ein wichtiger Punkt für die Moral, der tabellarisch aber kaum weiterhilft. Arminia bleibt auf einem direkten Abstiegsplatz hängen. Zwei Zähler sind es nun auf einen Nicht-Abstiegsplatz, ein Punkt fehlt bis zum Relegationsplatz. Alle Infos zum Nachlesen im Ticker:

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