Der erste Tag in Bielefeld: Sport-Geschäftsführer Samir Arabi (l.) begrüßt Trainer Jeff Saibene. - © Wolfgang Rudolf
Der erste Tag in Bielefeld: Sport-Geschäftsführer Samir Arabi (l.) begrüßt Trainer Jeff Saibene. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Arminias neuer Trainer tritt mit Überzeugung an

DSC-Verantwortliche finden positive Worte für den neuen Trainer und nehmen erneut die Spieler in die Pflicht

Peter Burkamp

Bielefeld. Am Sonntag stand er noch an der Seitenlinie beim Spiel seines FC Thun gegen St. Gallen. Kaum mehr als 24 Stunden später lernte Jeff Saibene schon seine neue Mannschaft auf dem Trainingsplatz kennen. Etwa 100 Fans schauten zu. Der Nachfolger von Jürgen Kramny bei Arminia hat keine Zeit zu verlieren, um die in ihn gesetzten Hoffnungen und Erwartungen zu erfüllen. Saibene kommt ablösefrei und verpflichtete sich zunächst bis zum Saisonende. Sport-Geschäftsführer Samir Arabi erklärte, dass die Gremien des Klubs „alle davon überzeugt sind und den absoluten Glauben haben, es in dieser Konstellation in den letzten neun Spielen zu schaffen". Der Klassenerhalt ist das große Ziel, doch nicht allein der Trainer ist gefordert. „Ich bin von Jeffs Fähigkeiten überzeugt, aber ohne Eigenverantwortung der Spieler wird es nicht funktionieren. Wir können es nur zusammen schaffen", betonte Geschäftsführer Gerrit Meinke. Nach wie vor glaubt Meinke an die Qualität und den Charakter der Mannschaft. Mehr von Yabo und Brandy versprochen Dass Reinhold Yabo, wie es die Bild berichtete, nach dem Spiel gegen Nürnberg nicht gewusst haben soll, wer der nächste Gegner ist und deshalb nicht im Kader für das Spiel gegen Kaiserslautern stand, wollten weder Samir Arabi noch Gerrit Meinke weiter kommentieren. „Man muss nicht alles auf die Goldwaage legen", sagte Meinke nur. Dass man sich grundsätzlich mehr von den beiden Winterneuzugängen Sören Brandy (zur Zeit in der Reha) und Reinhold Yabo versprochen habe, „lässt sich nicht leugnen", ergänzte er. Meinke setzt darauf, „dass Jeff den Weg in die Köpfe der Spieler findet, denn Fußball spielen können die Jungs, wie sie gegen Lautern gezeigt haben". Saibene, in der Schweiz von St.-Gallen-Fans auch mal als „Jeff le Chef" tituliert, sieht sich in der aktuellen Situation als Psychologe gefordert und will sich in intensiven Gesprächen mit Carsten Rump und den anderen Trainerkollegen einen Eindruck verschaffen. „Der Klassenerhalt ist eine große Herausforderung, aber ich bin zu hundert Prozent davon überzeugt, dass wir das schaffen", sagte Saibene. Seine Mannschaften seien stets „sehr gut organisiert, strahlen Leidenschaft aus und sind schwer zu spielen". Bei DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer hat der neue Trainer einen guten Eindruck hinterlassen. „Da kommt etwas rüber, was mich sehr positiv stimmt. Ich glaube, dass er die Fans mitnehmen kann", sagte Laufer. Wie schon die Geschäftsführung vor ihm nahm auch er die Spieler in die Pflicht: „Die Mannschaft hat jetzt überhaupt klein Alibi mehr." Die Trainerkarriere Saibenes habe man schon seit längerer Zeit verfolgt, sagte Samir Arabi. Durch die Ankündigung, Thun verlassen zu wollen, ist der 48-Jährige interessant geworden. Arabi berichtet von sehr angenehmen Gesprächen. „Die Mannschaft muss Konsequenz im täglichen Miteinander spüren", sagt Arabi und glaubt, dass Saibene, der als geradliniger Typ gilt, dies leisten kann.

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