Feiern den Sieg: Fabian Klos, Stephan Salger, Sebastian Schuppan und Christoph Hemlein (von links) nach Abpfiff bei den Fans. - © Christian Weische
Feiern den Sieg: Fabian Klos, Stephan Salger, Sebastian Schuppan und Christoph Hemlein (von links) nach Abpfiff bei den Fans. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Sieg gegen Kaiserslautern: Befreiungsschlag für Arminia

Unter Interimstrainer Rump schafft der DSC einen wichtigen 2:0-Heimerfolg über den 1. FC Kaiserslautern. Hemlein und Schuppan treffen gegen Ex-Trainer Meier

Jörg Fritz

Bielefeld. „Wir werden einen raushauen", sagte Arminias Interimstrainer Rump vor dem Spiel gegen den 1.FC Kaiserslautern. Es blieb vor 16.618 Zuschauern in der Schüco-Arena nicht bei leeren Versprechungen. Arminia siegte mit 2:0 (0:0) durch Tore von Hemlein und Schuppan verdient und zeigte sich gegenüber den letzten zwei Spielen stark verbessert. Der Rump-Faktor auf der Trainerbank hat erneut die Wende gebracht. Neue Hoffnung also im Abstiegskampf. „Wir wollten Norbert Meier zeigen, dass es ein Fehler war, Arminia zu verlassen. Carsten Rump hat uns in vielen Einzelgesprächen stark gemacht", sagte Torschütze Christoph Hemlein. Die im Vorfeld angekündigten Änderungen hielten sich in Grenzen. Schwer traf Interimscoach Carsten Rump allerdings der Ausfall von Innenverteidiger Julian Börner, der mit einer Magen- und Darminfektion das Bett hüten musste. Mit Mut und Leidenschaft wollten Arminias zuletzt arg in der Kritik stehenden Profis Wiedergutmachung bei ihren Fans betreiben. Dieses Versprechen hatten sie im Vorfeld Carsten Rump gegeben. Und die Arminen hielten sich an ihren Worte. Arminen präsentierten sich wieder als Einheit Sie kämpften von Beginn an um jeden Ball. Fast jede gelungene Aktion wurde von den Mitspielern beklatscht. Die DSC-Profis , so schien es, hatten die Zeichen der Zeit erkannt. Die Arminen präsentierten sich wieder als eine Einheit. Die Roten Teufel zeigten derweil das, was die Besucher in der Schüco-Arena fast zweieinhalb Spielzeiten in der jüngeren Vergangenheit erleben durften. Norbert Meiers unansehnlicher Defensivfußball ist zwar keine Augenweide, dafür aber nicht unerfolgreich. Am Freitagabend reichte es jedoch nicht zu einem Punktgewinn. Mit der Unterstützung ihrer treuen Anhänger legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr. Schon in der dritten Minute hatte Fabian Klos eine gute Möglichkeit. Er scheiterte mit seinem Schuss aber am guten Lauterer Keeper Julian Pollersbeck. Diese Möglichkeit war der Auftakt zu weiteren erstklassigen Chancen für die Ostwestfalen zur Führung. Bis zum Schluss bemüht Aber immer wieder war Pollersbeck zur Stelle und verhinderte einen Torjubel für die Heimmannschaft. So in der 28. Minute bei einem Distanzschuss von Florian Hartherz und in der 34. Minute gleich zweimal bei Schüssen von Keanu Staude und Hemlein. Aber auch die Lauterer hatten eine große Chance. Robert Glatzel brachte das Kunststück fertig (32.), freistehend aus kürzester Entfernung DSC-Keeper Daniel Davari anzuschießen. Drei Minuten nach Wiederbeginn zur zweiten Halbzeit folgte die Belohnung für das große Engagement der Arminen. Eine Flanke von Brian Behrendt verlängerte Christoph Hemlein mit dem Fuß ins Lauterer Tor. Bis zum Schluss bemühten sich die Arminen um Ergebnisverbesserung. Pech hatte Klos, der in der 63. Minute den Pfosten traf. Sebastian Schuppan besorgte in der 75. Spielminute dann das 2:0. "Kramny war die ärmste Sau im System" Arminia lebt wieder und verbesserte sich auf Relegationsrang 16. Selbstkritisch gab sich Sebastian Schuppan nach dem Spiel: „Es war unser Ding, dass Jürgen Kramny gehen musste. Letztlich war es ein Sieg für ihn", meinte der Torschütze. Und Stephan Salger ergänzte: „Kramny war die ärmste Sau im ganzen System."

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