Carsten Rump hat momentan das Kommando auf dem Platz. - © Wolfgang Rudolf
Carsten Rump hat momentan das Kommando auf dem Platz. | © Wolfgang Rudolf

Arminia Bielefeld Carsten Rump will gegen Kaiserslautern die Rückkehr zur Leidenschaft

Potenzieller Neutrainer Jeff Saibene bestätigt das DSC-Angebot

Jörg Fritz

Bielefeld. Die erste Amtszeit von Carsten Rump als Interimscoach des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld endete im Herbst 2016 nach drei Spielen. Seine Bilanz mit zwei Siegen und einer Niederlage konnte sich durchaus sehen lassen. Nach der Freistellung von Jürgen Kramny hat der 35 Jahre alte Rump erneut das Vertrauen ausgesprochen bekommen, als „Feuerwehrmann" einen sportlichen Flächenbrand rund um die Schüco-Arena zu verhindern. Startschuss ist für ihn am Freitagabend um 18.30 Uhr im Meisterschaftsspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern (Liveticker auf nw.de). „Leidenschaft" ist das wichtigste Wort, das Rump in den Mund nimmt. „Mit dieser Eigenschaft und Mut müssen wir antreten", argumentiert der Interimscoach, der keine gültige Trainerlizenz besitzt. „Schließlich ist die Außendarstellung des Vereins momentan nicht gut." "Wir hauen einen raus" Rump ist guter Dinge, dass die Misserfolgsserie von sechs Pflichtspielen ohne Sieg ein Ende haben wird. „Wir sind eine intakte Truppe. Sie werden alles geben. Das haben sie mir gesagt." Rump ist siegessicher und verspricht: „Am Freitag hauen wir einen raus." Rump verlässt sich aber nicht ausschließlich auf die Willenserklärungen seiner Spieler. Er hat eigene Ideen, einen gewissen Anteil zum Projekt Klassenerhalt beizutragen. „Es wird Veränderungen geben", sagte Rump im Rahmen der Pressekonferenz, was eigentlich niemanden groß verwunderte. Arminias lausige Vorstellungen gegen Erzgebirge Aue und beim 1. FC Nürnberg schreien gerade nach neuen Namen in der Startelf. Nur die Position des Torwarts bleibt unangetastet. „Daniel Davari steht zwischen Pfosten", verriet der Interimscoach. Bei seinem Debüt am 25. Oktober 2016 im Pokalspiel bei Dynamo Dresden hatten seine personellen Veränderungen gleich eine positive Wirkung. Bis auf den erkrankten Christopher Nöthe und Mittelfeldspieler Sören Brandy (muskuläre Probleme) hat Rump die Qual der Wahl. Er wird auf Kämpfertypen wie Manuel Junglas setzen. Auch Manuel Prietl hat erneut große Chancen, wie damals in Dresden als Zehner das DSC-Spiel mit Leidenschaft zu gestalten. Saibene bestätigt DSC-Angebot Unterdessen kommt der nächste Trainer von Arminia Bielefeld mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Schweiz. Sein Name ist Jeff Saibene und derzeit noch beim Schweizer Super-League-Klub FC Thun unter Vertrag. Der 48-jährige gebürtige Luxemburger, der bislang vornehmlich in der Schweiz für den FC Aarau und den FC St. Gallen gearbeitet hat, informierte am Donnerstagvormittag die Geschäftsführung des FC Thun, dass ihm vom deutschen Zweitligisten Arminia Bielefeld ein Angebot unterbreitet worden war. Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi und der Luxemburger, der 64 Einsätze für sein Nationalteam bestritt, hatten sich am Mittwoch in Zürich getroffen. Laut Auskunft des FC Thun sei eine Vertragsunterzeichnung Saibenes mit Arminia Bielefeld aber noch nicht erfolgt, „so dass Jeff Saibene während des Heimspiels am Sonntag gegen den FC St. Gallen unsere Mannschaft betreuen wird", lautete der Inhalt einer Presseerklärung. Der 48 Jahre alte Coach selbst äußerte sich zurückhaltend, dementierte die Anfrage aber nicht. „Ich halte Arminia für einen interessanten Club. Aber mehr gibt es dazu noch nicht zu sagen", erklärte Saibene am Freitag der Zeitung „Luxemburger Wort". Der Verein selbst stellte am Freitagabend auf seiner Homepage klar, "dass zum jetzigen Zeitpunkt weder der FC Thun Berner Oberland Saibene die Freigabe für einen Wechsel erteilt hat noch zwischen Saibene und DSC Arminia Bielefeld eine Einigung erzielt wurde". Andres Gerber, Sportchef des FC Thun, sagte gegenüber dieser Zeitung: „Wir werden ihm keine Steine in den Weg legen und erwarten auch von Arminia keine Ablöse." Bielefelds Finanz-Geschäftsführer Gerrit Meinke: „Ich werde nichts kommentieren. Das ist während der Trainersuche kontraproduktiv." Ob Saibene tatsächlich Kramny-Nachfolger wird, entscheidet der Aufsichtsrat der Arminen im Rahmen der nächsten Sitzung.

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