Mit Mut nach Franken: Bielefelds Andreas Voglsammer (hier gegen St. Paulis Daniel Buballa) lässt sich vom Trainerwechsel in Nürnberg nicht irritieren. - © Christian Weische
Mit Mut nach Franken: Bielefelds Andreas Voglsammer (hier gegen St. Paulis Daniel Buballa) lässt sich vom Trainerwechsel in Nürnberg nicht irritieren. | © Christian Weische

Arminia Arminias Fluch der neuen Gegner-Trainer

Zum vierten Mal in dieser Serie trifft der DSC auf einen Verein, der gerade seinen Übungsleiter gewechselt hat

Peter Burkamp

Bielefeld. Mancher Arminen-Fan unkt schon jetzt, dass Norbert Meier nächste Woche wohl entlassen wird, damit der 1. FC Kaiserslautern mit einem neuen Trainer am Freitag, 17. März, in Bielefeld antreten kann. In schöner Regelmäßigkeit trennt sich die Zweitligakonkurrenz von ihren Trainern, wenn es im nächsten Spiel gegen Arminia geht. Jüngster Fall ist die Beurlaubung von Alois Schwartz beim 1. FC Nürnberg nach der 0:1-Niederlage im Frankenderby gegen Fürth. Am Sonntag, Anstoß 13.30 Uhr (Liveticker auf nw.de), empfangen die „Clubberer" den DSC am Valzner Weiher. Vor den Nürnbergern hatte sich schon Erzgebirge Aue für einen Trainerwechsel entschieden und war mit Interimscoach Robin Lenke (für den Ex-Paderborner Pavel Dotchev) vergangenen Sonntag nach Bielefeld gekommen. Mirko Slomka hatte zum Saisonwiederbeginn Ende Januar ebenfalls sein Debüt als Trainer des Karlsruher SC mit dem Spiel gegen Arminia gefeiert. Das Erlebnis „gegen" einen Interimstrainer oder neuen Chefcoach zu spielen, hatten die Arminen bereits in der Hinrunde ein Mal. Vor dem Auftritt in Fürth hatte sich die Spielvereinigung von Stefan Ruthenbeck getrennt und Janos Radoki installiert. Arminias Bilanz in diesen Spielen ist mies: 1:2 in Fürth, 2:3 in Karlsruhe und 2:2 gegen Aue. Mit dem jeweils neuen Übungsleiter hat die schlechte Ausbeute allerdings nichts zu tun. In allen drei Partien scheiterten die Arminen am eigenen Unvermögen. Haarsträubende individuelle Fehler und mangelnder Einsatz waren die Gründe für die Pleiten. "Das darf uns nicht beeindrucken" Andreas Voglsammer, der seine Gelbsperre abgesessen hat und beim FCN wieder zur Verfügung steht, stellt vor der Partie klar, dass es für den DSC egal sein muss, wer auf der gegnerischen Trainerbank sitzt: „Ob alter oder neuer Trainer – das darf uns nicht beeindrucken. Wir müssen unser Ding machen und versuchen, drei Punkte zu holen", sagte der Offensivspieler im Club-TV der Arminen. Voglsammer geht davon aus, dass der Konkurrenzkampf in Nürnberg nach dem Trainertausch intensiver geworden ist. Der einzige Nachteil, der den Arminen durch den Wechsel entstehen könnte, ist, dass die FC-Startelf schwerer auszurechnen sein dürfte. Schwartz-Nachfolger Michael Köllner, bisher U-21-Trainer, soll einen Schub bringen. „Wir brauchen eine Mannschaft, die begeistern kann, die emotional positiv ist", sagte der neue FC-Verantwortliche dem Kicker. Während Manuel Hornig das DSC-Training abbrechen musste, meldete sich Steffen Lang wieder zurück.

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