Fanabend im Sechzehner: Carsten Rump, Jürgen Kramny, Samir Arabi und Sebastian Hille (v.li.) stellten sich den Anhängern. - © Christian Weische
Fanabend im Sechzehner: Carsten Rump, Jürgen Kramny, Samir Arabi und Sebastian Hille (v.li.) stellten sich den Anhängern. | © Christian Weische

Arminia Arminias neuer Trainer spricht klare Worte

Die sportliche Führung mit Jürgen Kramny, Carsten Rump, Sebastian Hille und Geschäftsführer Samir Arabi steht den Fans Rede und Antwort

Jörg Fritz

Bielefeld. Die sportlich unbefriedigende Situation beim Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld bestimmte im „Sechzehner" der Schüco-Arena den ersten Fan- und Mitgliederabend in dieser Spielzeit, der von knapp 100 Anhängern des Klubs wahrgenommen wurde. Nur 11 Punkte nach 14 Meisterschaftsspielen und eine Tordifferenz von 15:25 sind die Gründe, dass die Arminen nur Relegationsrang 16 belegen. Die Furcht, auf einem Abstiegsplatz zu überwintern, ist daher durchaus begründet. Mit dem VfL Bochum, Eintracht Braunschweig (auswärts) und Dynamo Dresden stehen bis zu den Weihnachtsferien noch drei dicke Brocken auf dem Programm der Mannschaft des neuen Trainers Jürgen Kramny, der mit seinen Assistenten Carsten Rump und Sebastian Hille ebenso Rede und Antwort stand wie Sport-Geschäftsführer Samir Arabi. Rückblick auf 2015 Den Ernst der aktuellen Situation verdeutlicht ein Blick zurück auf den November 2015. Am 14. Spieltag der Saison 2015/16 nahm der DSC mit 16 Punkten und einer ausgeglichenen Tordifferenz von 12:12 einen gesicherten Platz 13 ein. Auffallend damals: In sechs Heimspielen war Arminia sieglos geblieben (fünf Remis, eine Niederlage), erzielte nur zwei Tore, kassierte aber auch nur vier Gegentreffer. Die Stärke der Truppe des damaligen Trainers Norbert Meier lag mit zwei Siegen, fünf Unentschieden und einer Niederlage (10:8 Tore) in den Auswärtsspielen. In der laufenden Saison ist eine entgegengesetzte Entwicklung sichtbar. Auf der Alm teilweise hui, auswärts pfui – Arminias Sportgeschäftsführer Samir Arabi begründete die derzeit unbefriedigende Situation mit dem ersten Saisonteil. „Die Ausbeute aus den ersten zehn Spielen war nicht in Ordnung", lautete sein Kritikpunkt. Der neue Trainer Jürgen Kramny, der ein klares Bekenntnis für Torhüter Wolfgang Hesl abgab, glaubt an seine Mannschaft. „Nach den letzten Spielen darf man mit der Punkteausbeute zufrieden sein", meinte der neue Trainer. „Kurzfristig brauchen wir jetzt jedes Ergebnis, um den Sprung ins untere Mittelfeld zu schaffen. Deshalb ist die Partie am Sonntag gegen den VfL Bochum von besonderer Bedeutung für uns." Sollte weiterhin alles nach Plan laufen, so Kramny, „könnte eine ähnliche Platzierung wie in der vergangenen Saison herausspringen." Voraussetzung dafür ist eine kämpferische Einstellung. Jürgen Kramny: „Manchmal muss man in einer Notsituation wie in der Schlussphase in Fürth auch eine Karte in Kauf nehmen. Punkte sind wichtiger." Beifall für diese klaren Worte.

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