Gedämpfte Stimmung: Samir Arabi, Gerrit Meinke und Trainer Jürgen Kramny (v.l.) während der DSC-Weihnachtsfeier, bei der es dieses Jahr eher rustikal und leger zuging. - © Sarah Jonek
Gedämpfte Stimmung: Samir Arabi, Gerrit Meinke und Trainer Jürgen Kramny (v.l.) während der DSC-Weihnachtsfeier, bei der es dieses Jahr eher rustikal und leger zuging. | © Sarah Jonek

Arminia Bielefeld Niederlage in Fürth belastet Arminias Weihnachtsfeier

Dominantes Spiel des DSC verblasst angesichts der Abwehrfehler

Peter Burkamp

Bielefeld. Es hat schon mal eine bessere Stimmung auf Arminias Weihnachtsfeier gegeben. Die unglückliche 1:2-Niederlage in Fürth vermochten Profis und Verantwortliche am Samstag in geselliger Runde im Restaurant Waterbör nicht abzuschütteln. Bevor es in die direkte Vorbereitung auf das Heimspiel gegen Bochum geht, wird Trainer Jürgen Kramny die Entstehung des Fürther Siegtreffers in der 90. Spielminute sicherlich noch einmal mit seiner Mannschaft besprechen. Kritisch, versteht sich. Die entscheidende Aktion der Gastgeber überschattete in der Nachbetrachtung unmittelbar nach der Partie alles, was in den 90 Minuten zuvor passiert war. Der Ärger über den verpassten Punkt, der am Saisonende fehlen könnte, und darüber, dass bei einem Remis der Abstand zu Fürth gleich geblieben wäre, überwog bei Arminias Verantwortlichen. Samir Arabi war stinksauer. „Unser Abwehrverhalten bei beiden Toren hat mit zweiter Liga nichts zu tun", sagte er. Mindestens einen Punkt hätte Arminia mitnehmen müssen. Der Sport-Geschäftsführer kritisierte, dass die Mannschaft nicht effektiv genug nach vorn gespielt habe: „In gewisser Weise hatten wir mehr dann auch nicht verdient." Unter dem Eindruck des unglücklichen Spielausgangs betonte auch Jürgen Kramny zunächst eher die Defizite. Er fand den Spielaufbau in der ersten Halbzeit ein bisschen zu langsam und wünschte sich ein direkteres Spiel in die Spitze. Dies versuchte er mit der Hereinnahme von Fabian Klos und David Ulm zu ändern. „Wir wollten von der Bank aus noch Druck machen können", begründete er seine Maßnahme, Klos zunächst draußen zu lassen. Außerdem habe Andreas Voglsammer in den letzten Spielen regelmäßig getroffen. Dieses Mal traf er nicht, genau so wenig wie Klos. Beide enttäuschten aber auch nicht. Genau so wenig wie das komplette Team. Selten in der jüngeren Vergangenheit hat Arminia auswärts einen Gegner so deutlich dominiert. Es gab keinesfalls nur Schatten, sondern auch Licht unterm Fürther Abendhimmel. Bis auf zwei Szenen stand die Abwehr sicher. 18:5 Torschüsse, 23:6 Flanken aus dem Spiel und 6:3 Ecken sprechen für die Überlegenheit der Arminen und sollten bei der Analyse nicht vergessen werden.

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