Reißt die Arme hoch: Arminias Kapitän Fabian Klos regt sich über das Spiel gegen die Würzburger Kickers auf. - © Christian Weische
Reißt die Arme hoch: Arminias Kapitän Fabian Klos regt sich über das Spiel gegen die Würzburger Kickers auf. | © Christian Weische

Arminia Große Aufregung bei Arminia nach erneuter Niederlage

Vorstand und Geschäftsführung bleiben auch nach der indiskutablen Vorstellung gegendie Würzburg Kickers ihrer Linie treu und sprechen erneut Trainer Rehm das Vertrauen aus

Jörg Fritz

Bielefeld. Die Fakten zur Beurteilung der aktuellen Lage des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld sind eindeutig. Nur fünf Punkte nach neun Spieltagen sprangen in der Saison 2016/17 bisher heraus. Tabellenplatz 17 ist die Konsequenz. Nur der FC St. Pauli ist aufgrund der schlechteren Tordifferenz noch ärmer dran. Der letzte Sieg in der Meisterschaft wurde am 8. Mai 2016 beim 2:0-Sieg in der Schüco-Arena gegen Union Berlin erzielt. Das spielerische Niveau der Mannschaft wird immer schlechter. Die beiden letzten Heimauftritte gegen den 1. FC Nürnberg (1:3) und Würzburger Kickers (0:1) ließen bei den Zuschauern große Zukunftsängste aufkommen. Die zahlreichen Stockfehler bewirkten ein ungläubiges Kopfschütteln auf den Rängen und verleiteten Trainer Rüdiger Rehm zu der Aussage: „Meine Vorgaben wurden nicht erfüllt." Des Trainers Marschroute vor dem Spiel gegen Würzburg, mit einem genauen Passspiel, einer höheren Effektivität vor dem generischen Tor und einer hohen Laufintensität auf dem Almrasen zu agieren, wurde nicht befolgt. „So kann man Spiele nicht gewinnen", lautete das resignierend klingende Resumee des Trainers nach dem 0:1 gegen den Aufsteiger. Die Aufregung ist groß. Auch im Kreis der Spieler. Zum wiederholten Male kritisierte Kapitän Fabian Klos vor dem Sky-Mikrofon zu lasches Zweikampfverhalten bei einigen Kollegen. Nach dem Spiel am Freitagabend und auch am Samstagmorgen diskutierten Arminias Entscheidungsträger die sportliche Lage. Man könne nach Misserfolgen schon den Kopf verlieren, meinte Präsident Hans-Jürgen Laufer. „Das tun wir aber nicht. Wir haben mit Sorgfalt und der notwenigen Ruhe die Situation analysiert und sind zu der Erkenntnis gekommen, dass wir weiterhin 100 Prozent Vertrauen zu unserem Trainer haben.." Es handelte sich bereits um die zweite ausgestellte Jobgarantie für Rehm innerhalb einer Woche. Sport-Geschäftsführer Samir Arabi hatte am Samstagmorgen ein längeres Krisengespräch mit der Mannschaft und dem Trainerteam geführt. Sowohl Arabi als auch Laufer nehmen jetzt die Profis stärker in die Pflicht. „Die gestandenen Führungsspieler müssen in dieser Situation vorweg gehen", sagte Arabi. Und Laufer ergänzte: „Die Mannschaft ist jetzt gefordert. Wir müssen alle in die gleiche Richtung rudern." Gleichwohl betonte Laufer, dass man am Status quo festhalten und die nächsten Spiele abwarten werde. „Der Knoten wird platzen", lautete seine optimistische Prognose.

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