Immer im Blickpunkt: Löwen-Torhüter Stefan Ortega klärt vor Fabian Klos (l.) und Münchens Jan Mauersberger. - © Christian Weische
Immer im Blickpunkt: Löwen-Torhüter Stefan Ortega klärt vor Fabian Klos (l.) und Münchens Jan Mauersberger. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Trainer Meier mit Arminias Auftritt in München zufrieden

Überlegene Bielefelder erzielen mit dem 1:1 beim TSV 1860 das 15. Unentschieden in der laufenden Spielzeit / Löwen-Torwart Ortega als Spielverderber

Jörg Fritz

München. Mit der Verabschiedung des Winters am Sonntag begann auch für den Zweitligaaufsteiger Arminia Bielefeld wieder eine freundlichere Epoche. Nach sechs Spielen ohne Sieg verfehlte die Mannschaft von Trainer Norbert Meier zwar den erhofften Dreier. Sie zeigte aber vor 20.500 Zuschauern in der Allianz-Arena beim 1:1 (0:1) gegen den TSV 1860 München eine überdurchschnittliche Leistung und erkämpfte das 15. Unentschieden in der laufenden Serie. Wichtigste Erkenntnis für Arminias Trainer Norbert Meier: "Wir haben die ominöse Punktzahl von 30 erreicht und den Vorsprung auf Relegationsrang 16 mit fünf Punkten konstant gehalten." Nach der jüngsten Ergebniskrise von nur drei Punkten aus sechs Spielen reagierte Trainer Norbert Meier und sorgte für einige personelle Wechsel im offensiven Mittelfeld. Die Winterzugänge Seung-Woo Ryu und Francisco Rodriguez nahmen die Plätze von Christoph Hemlein und David Ulm ein, während Sebastian Schuppan in die Abwehr für den gesperrten Manuel Hornig rückte. Auch im defensiven Bereich überraschte Meier die Löwen. Stephan Salger rückte ins defensive Mittelfeld, während Felix Burmeister in der Innenverteidigung zum Einsatz kam. Gegentor trotz Meiers Warnung Auf dem Platz hingegen spielten sich gewohnte Bilder ab, die die mitgereisten 1.000 Fans zunächst schier zur Verzweiflung brachten. Meiers Strategie, unbedingt ein frühes Gegentor zu vermeiden, ging zum 17. Mal im 27. Meisterschaftsspiel dieser Saison nicht auf. Bei dem Münchner Führungstreffer von Jan Mauersberger (19.) wurde auch eine zweite Vorgabe des Trainers außer Acht gelassen. Meier hatte eindringlich vor Standardsituationen der Löwen gewarnt, die acht ihrer zuvor neun erzielten Tore im Anschluss an einen ruhenden Ball erzielten. Nach einem Freistoß von Michael Liendl köpfte Rubin Okotie den Ball in Richtung SC-Keeper Wolfgang Hesl. Der DSC-Spieler mit der Rückennummer eins vermochte den Ball, geblendet von der Sonne, nicht festzuhalten, und Mauersberger vollendete zur Führung der Gastgeber. In den folgenden Minuten ließen sich die Arminen von diesem Rückschlag nicht unterkriegen und bemühten sich bei deutlich erkennbaren Spielvorteilen um eine Ergebnisverbesserung. Bei diesem ostwestfälischen Dauerdruck sprangen zwangsläufig etliche gute Chancen heraus, die aber wie schon so oft in den vergangenen Wochen nicht verwertet werden konnten. Und mit Stefan Ortega stand ein Keeper im Tor der Sechziger, der sich als großer Spielverderber für seine ehemaligen Kollegen erwies. Bei einem Freistoß des äußerst agilen Francisco Rodriguez (34,) reagierte Ortega eben so glänzend wie bei einem Distanzschuss von Rodriguez in der 45. Minute. Nach dem Wechsel setzten die Arminen ihre Offensivanstrengungen nahtlos fort. Für Rechtsverteidiger Florian Dick (Sprunggelenkverletzung) kam Michael Görlitz ins Spiel, der in der 55. Minute die tapfer kämpfenden Ostwestfalen mit dem 1:1 belohnte. Görlitz erlief einen Fehlpass von Romuald Lacazette, marschierte durch die Münchner Hälfte. Sein Schuss landete am rechten Pfosten und prallte von dort ins Tor. Weitere Belohnungen in Form von Toren für die auf Sieg spielenden Arminen blieben aber aus. Nur statistisch hatten sie die Nase vorn, siehe das Eckenverhältnis von 7:1 oder das deutliche Übergewicht bei den Torschüssen (19:9). Trotz des verpassten Sieges war Norbert Meier zufrieden: "Arminia kommt nach Rückschlägen immer wieder zurück."

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