Arminia Bielefeld DSC fährt mit breiter Brust nach München

Trainer Meier und Torwart Hesl verbreiten Optimismus

Peter Burkamp

Bielefeld. Die magere Punkteausbeute der vergangenen Wochen lässt den einen oder anderen DSC-Anhänger sorgenvoll in Richtung München blicken. Nicht so Norbert Meier und Wolfgang Hesl. Arminias Trainer und seine Nummer eins vermitteln vor dem Spiel bei 1860 München am Sonntag, Anstoß 13.30 Uhr, in der Allianz-Arena eine ganz andere Haltung. „Wir müssen mit breiter Brust auftreten und nicht pessimistisch sein. Das ist keine Lebensphilosophie", sagt DSC-Trainer Meier. „Jammern bringt nichts. Und das tut hier auch keiner", meint Meier in Bezug auf sich und seine Schützlinge. Auch wenn es zuletzt einige „diskussionswürdige Schiedsrichterentscheidungen" gegeben habe, appelliert der Chefcoach dafür, sich lieber vor Augen zu halten, was Arminia in dieser Saison auswärts bereits erreicht habe. „Wir haben erst drei Niederlagen kassiert und dabei in den letzten beiden Auswärtsspielen sehr unglücklich verloren", sagt Meier und erinnert an das 0:1 in Braunschweig und das 2:3 in Heidenheim. In beiden Partien hatten die Bielefelder eine gute Leistung gezeigt, sich aber durch individuelle Fehler ein besseres Ergebnis selbst vermiest. „Das müssen wir abstellen. Da müssen wir konzentrierter sein und uns gegenseitig helfen, Fehler auszubügeln", fordert Meier. Völlig normal, dass eine Mannschaft mal in "ein Loch" falle Wolfgang Hesl ist davon überzeugt, dass Arminia sich seit dem Bochum-Spiel wieder im Aufwind befindet. „Wir hatten unsere kleine Schwächphase." Es sei völlig normal, dass eine Mannschaft während der Saison mal in „ein Loch" falle. „Aber da haben wir uns wieder rausgeholt. Das hat man in den Spielen gegen Bochum und über weite Strecken auch gegen Nürnberg gesehen", meint Hesl. Arminias Torwart, für den das Glas „sowieso immer halbvoll ist", mag sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Voraussetzung sei allerdings, dass die ganze Mannschaft mit hohem Einsatz und großer Konzentration in jedes der nächsten Spiele gehe. „Wenn das der Fall ist, mache ich mir keine Sorgen." Hesl glaubt, dass die Mannschaft mit der aktuellen Situation im Abstiegskampf umgehen könne. „Wir haben unsere Lehren aus den vergangenen Auftritten gezogen und sind eine erfahrene Truppe. Wichtig ist, weiter von Spiel zu Spiel schauen." München sei eine wichtige Herausforderung, „aber danach geht es weiter", verdeutlicht Hesl. Das Studium des Gegners hat gezeigt, dass 1860 München unter Benno Möhlmann seine Effektivität bei Ecken und Freistößen zuletzt erheblich verbessert hat. „Ich glaube, acht der letzten neun Tore sind bei Standardsituationen gefallen", weiß Norbert Meier zu berichten. Angesichts dieser Qualität des Gegners „müssen wir Standardsituationen am besten gleich im Vorfeld vermeiden oder gut verteidigen", sagt Wolfgang Hesl. Tom Schütz (Innenbanddehnung im Knie), Daniel Brinkmann (erkrankt) und Manuel Hornig (für ein Spiel gesperrt) kommen für einen Einsatz in München nicht in Frage. „Die Mannschaft steht", sagt Norbert Meier. Seine Aufstellung behält der Bielefelder Trainer wie immer bis zum Spieltag für sich.

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