Er trifft und trifft: Christopher Nöthe erzielt das Tor zum 1:2. Stefano Celozzi (l.) und Torwart Manuel Riemann können es nicht verhindern. - © Christian Weische
Er trifft und trifft: Christopher Nöthe erzielt das Tor zum 1:2. Stefano Celozzi (l.) und Torwart Manuel Riemann können es nicht verhindern. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Trotz späten Elfmeterpfiffs sind die Arminen wieder in der Spur

Der Aufsteiger aus Bielefeld zeigt beim 2:2 in Bochum eine Leistungssteigerung. Nöthes 2:1-Führungstor gleicht der VfL erst in der Nachspielzeit durch einen umstrittenen Strafstoß aus

Peter Burkamp

Manchmal ist die Art und Weise, wie eine Mannschaft auftritt, wichtiger als das Ergebnis. Und aus dieser Perspektive betrachtet, vermochte sich Arminias Torwart Wolfgang Hesl auch nicht all zu arg über den verpassten Sieg in Bochum ärgern: „Für mich war wichtiger, dass wir nach zwei schwächeren Spielen als Mannschaft eine Reaktion gezeigt haben." Inhaltlich sah Norbert Meier es genau wie sein Keeper, doch Arminias Trainer wollte nicht unerwähnt lassen, „dass es doch etwas unglücklich ist, wenn man den Sieg durch einen Elfmeter in der Fünfundneunzigeinhalbten Minute verpasst. Wenn man solch einen Elfmeter pfeift, sollte man als Schiedsrichter ganz, ganz sicher sein", betonte Meier. Für die beteiligten Arminen-Profis war der Pfiff jedenfalls nicht nachvollziehbar und der Ärger groß. Sie konnten die Entscheidung des Schiedsrichters ebenso wenig verstehen wie die etwa 3.000 mitgereisten Fans. Doch alles Protestieren nützte nichts. Und zu allem Überfluss glich Simon Terodde noch zum 2:2 aus. Norbert Meier fühlte sich nach dem Spiel verpflichtet, „gegenüber der Mannschaft das Positive zu betonen, und das war, dass die Spieler wieder gezeigt haben, was sie vorher ausgezeichnet hat." Zurück zu den Wurzeln lautete die Devise, mit der der Trainer dieses Ziel erreichen wollte. Er brachte mit Manuel Hornig einen Routinier in die Viererabwehrkette. Stephan Salger rückte für Sebastian Schuppan auf die linke Seite. Für den kurzfristig erkrankten Brian Behrendt spielte Tom Schütz im defensiven Mittelfeld. Nach zuletzt sieben Gegentoren in zwei Spielen wollte Meier die Abwehr stärken und für mehr Sicherheit sorgen. Doch die strahlte Arminias Hintermannschaft zunächst nicht aus. Die Gäste hatten Glück, dass ein von Hornig abgefälschter Schuss des Bochumers Janik Haberer nur an den Pfosten knallte (4. Spielminute). Bochum blieb spielbestimmend und schaffte es einige Male, über die Außenpositionen Gefahr zu erzeugen. Derweil litt Arminias Offensivspiel an zahlreichen Ungenauigkeiten. Nach vorn lief zunächst gar nichts. Bochum dagegen verzeichnete mit einem Kopfball von Haberer eine weitere Torchance. Bei der verdienten Bochumer Führung halfen die Arminen tatkräftig mit. Vier gegen vier lautete das personelle Gleichgewicht bei einem Konter, dann rückten mit Hornig und Börner zwei Arminen auf den Ball führenden Bochumer raus – VfL-Torjäger Simon Terodde war darauf frei und ließ sich die Chance auf seinen 14. Saisontreffer nicht nehmen. Damit waren die guten Vorsätze dahin, Arminia lief wieder einmal einem Rückstand hinterher. Kurz vor der Pause hatten die Bielefelder noch einmal Glück, dass Wolfgang Hesl einen Schuss von Thomas Eisfeld parierte. Zur zweiten Halbzeit blieb der gelbbelastete und enttäuschende Manuel Junglas in der Kabine. Für ihn kam Felix Burmeister. Dank eines von David Ulm zum 1:1-Ausgleich verwandelten Handelfmeters hatten die Arminen bereits zwei Minuten nach Wiederbeginn die Chance zum Neuanfang. Der VfL blieb in der Folgezeit zwar optisch überlegen, doch Arminia hatte immer wieder Kontermöglichkeiten. Eine nutzten Fabian Klos als Vorlagengeber und Christopher Nöthe als Vollstrecker zur 2:1-Führung (79.). Bochum riskierte nun noch einmal alles für den Ausgleich. Während die Gäste es versäumten, den Sack zu zu machen, nutzte Simon Terodde im Nachschuss den höchst zweifelhaften Elfmeter noch zum 2:2.

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