Arminia Bielefeld Nach dem Derby: Arabi nimmt Rodriguez in Schutz

„Natürlich hätten wir gern gewonnen, aber wir können auch mit dem Punkt leben"

Peter Burkamp

Bielefeld. Natürlich waren die Arminen-Profis unmittelbar nach dem Abpfiff zunächst einmal unzufrieden mit dem Unentschieden im Derby gegen Paderborn. Zu frisch waren die Eindrücke aus der zweiten Halbzeit, in der die Bielefelder überlegen agierten und am Ende sogar noch sehr gute Möglichkeiten besaßen, einen Sieg perfekt zu machen. Mit etwas Abstand zum Geschehen und nach einem Blick auf die Tabelle hellten die düsteren Mienen der Spieler jedoch nach und nach auf. „Wir haben den Abstand auf Paderborn bei zehn Punkten halten können", vermochte Stephan Salger dem 1:1 durchaus etwas Positives abzugewinnen. „Natürlich hätten wir gern gewonnen, aber wir können auch mit dem Punkt leben", befand Samir Arabi. Die Distanz zum Relegationsplatz sei gleich geblieben und damit sah Arminias sportlicher Leiter „das Minimalziel erreicht". Die Paderborner hatten es geschafft, das Mittelfeld eng zu machen und die Offensivbemühungen Arminias im ersten Durchgang auf ein Minimum zu beschränken. Die Effektivität der Gäste gepaart mit Bielefelder Nachlässigkeit führte aus DSC-Sicht zu einer schwachen ersten Halbzeit. „Das war zu wenig Laufbereitschaft und zu wenig Engagement", fand Tom Schütz selbstkritische Worte. "Kein Vorwurf" „Wir sind nicht gut in die Partie gekommen", räumte Arabi ein. Das lag auch daran, dass Francisco Rodriguez nicht so wie gegen Duisburg oder in Braunschweig, die Fäden zu ziehen vermochte. Die Hauptaufgabe von SCP-Mittelfeldspieler Robin Krauße bestand darin, die Kreise der Wolfsburger Leihgabe einzuschränken. „Da mache ich Rodriguez keinen Vorwurf. Die Paderborner haben das gut gemacht und sind sehr viel gelaufen", meinte Arabi. Er hatte sich einen besseren Start in die Partie gewünscht, zeigte sich jedoch nachsichtig. „Unsere Spieler sind schließlich keine Maschinen. Es zeichnet die Mannschaft aus, dass sie nach der Pause reagiert hat und besser geworden ist." Auch Norbert Meier stellte klar, dass er auf weitere „Hallo-Wach-Effekte" in Form von Gegentoren gut verzichten kann. Fahrig sei die Spieleröffnung in der ersten Halbzeit gewesen. Insgesamt habe seine Mannschaft aber wenig zugelassen. Bis auf den einen Treffer durch Helenius, der aus einer Situation entstanden war, „die sehr schwer zu verteidigen war", wie Stephan Salger sich erinnerte. Die starke zweite Halbzeit versöhnte Spieler und Fans schließlich für die schwache erste und erleichtert die Vorbereitung auf das Spiel in Heidenheim. Dort müssen die Arminen ohne Fabian Klos auskommen, der seine fünfte Gelbe Karte gesehen hatte. „Da kann man nichts machen", meinte Klos. Via Facebook versprach der Mannschaftskapitän den Fans, dass es seine einzige Sperre in der Saison bleiben werde.

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