Akrobatisch: Arminias Neuzugang Seung-Woo Ryu schießt in jeder Lage aufs gegnerische Tor. - © Christian Weische
Akrobatisch: Arminias Neuzugang Seung-Woo Ryu schießt in jeder Lage aufs gegnerische Tor. | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld geht guten Mutes ins Derby gegen Paderborn

Gegen den SCP weist die Meier-Mannschaft trotz der Niederlage in Braunschweig deutliche Vorteile auf. Zwei Spiele Sperre für Behrendt

Jörg Fritz

Bielefeld. Der Frust der Spieler und Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten Arminia Bielefeld sollte sich nach der unglücklichen und sicherlich auch vermeidbaren 0:1-Niederlage am Sonntag in Braunschweig eigentlich schnell gelegt haben. Vielmehr sollten die positiven Aspekte dieser Begegnung des 21. Spieltages im Vorfeld des Derbys gegen den SC Paderborn am Sonntag (13.30 Uhr) in der Schüco-Arena positiv herausgestellt werden. Manuel Junglas brachte es mit seiner Aussage unmittelbar nach dem Abpfiff auf den Punkt. "Auswärts können wir gegen jede Mannschaft mithalten." In den zweiten 45 Minuten hatte der Aufsteiger sogar noch eine Schippe draufgelegt und war den etablierten Gastgebern sogar spielerisch überlegen. Diese Anerkennung teilte selbst Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht, der von "drei glücklich erzielten Punkten" für seine Mannschaft sprach. In der Tat ist Arminias Auftreten in der 2. Bundesliga - vor allem auf des Gegners Plätzen - als bemerkenswert zu bezeichnen. Der Aufsteiger kassierte in 21 Spielen bislang nur vier Niederlagen, die zudem alle äußerst knapp ausfielen. Dem 0:1 in Braunschweig vorausgegangen waren ein 0:1 in der Schüco-Arena gegen den Aufstiegs-Topfavoriten RB Leipzig, eine 0:1-Auswärtsniederlage in Düsseldorf (Eigentor von Keeper Wolfgang Hesl) sowie eine 0:2-Heimniederlage gegen Eintracht Braunschweig, die allerdings eindeutig zu Ungunsten der Arminen ausgefallen war. Glück und Pech gleichen sich aus Große Aufregung über einen ausgebliebenen Elfmeter pfiff in Braunschweig bei einer Aktion von Fabian Klos wollte auch bei Trainer Norbert Meier nicht aufkommen. "Gegen Duisburg hätten wir einen Elfmeter kassieren können, heute hätte man nach dem Umreißen von Klos einen für uns geben müssen." Glück und Pech gleichen sich während einer gesamten Saison häufig aus lautet eine alte Fußballweisheit, die in den vergangenen Monaten auch Gültigkeit für Arminia Bielefeld besaß. Erinnert sei nur an das glückliche Remis bei Union Berlin, als die Köpenicker dreimal das Aluminium trafen. Der 2:1-Heimsieg gegen den Karlsruher SC sowie das extrem wichtige 2:1 beim FSV Frankfurt mit einem abseitsverdächtigen Siegtreffer von Tom Schütz gehören ebenfalls in diese Schublade. Auch wenn die Bielefelder Siegesserie nach drei Dreiern und zwei Unentschieden in Braunschweig gestoppt wurde, dürfen die DSC-Fans guten Mutes für das Derby gegen den Rivalen aus der Nachbarstadt sein. Der Gewinn an spielerischer Klasse durch die Winternachverpflichtungen von Francisco Rodriguez, Seung-Woo Ryu und Andreas Voglsammer ist sichtbar. Mit diesem Pfund kann Arminia gegen völlig verunsicherte Paderborner, die seit zehn Pflichtspielen (inklusive der 1:7-Pokalklatsche in Dortmund) sieglos sind, zweifelsfrei wuchern. Nöthe und Salger könnten zurückkehren Nur Derby-Zuschauer am Sonntag wird Brian Behrendt sein, der in der 89. Minute nach einer Notbremse gegen Domi Kumbela die Rote Karte sah und für zwei Spiele vom DFB gesperrt wurde. Mit seiner rustikalen Spielweise ist der 24-Jährige in der Vergangenheit schon mehrmals aufgefallen. Neben fünf Gelben Karten sah Behrendt, der sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld einsetzbar ist, bereits Gelb-Rot beim 2:2 in Duisburg. Für den Sünder wird Stephan Salger ins Team rücken. Auch ist mit einer Rückkehr von Christopher Nöthe zu rechnen, der wegen einer Grippe in Braunschweig gefehlt hatte.

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