Zieht ab: Arminia Bielefelds Stürmer Fabian Klos vergibt eine gute Möglichkeit für den DSC in Braunschweig.  - © Christian Weische
Zieht ab: Arminia Bielefelds Stürmer Fabian Klos vergibt eine gute Möglichkeit für den DSC in Braunschweig.  | © Christian Weische

Arminia Bielefeld Arminia-Kapitän Klos findet positive Aspekte im Braunschweig-Spiel

"Wir können viel Selbstbewusstsein mitnehmen“ / Junglas nimmt 
vergebene Großchance auf seine Kappe

Jörg Fritz

Braunschweig. Arminia Bielefelds Erfolgsserie von elf Punkten aus fünf Spielen ist gerissen. Im Duell der beiden abwehrstärksten Mannschaften der 2. Bundesliga kassierte der Aufsteiger aus Ostwestfalen mit 0:1 (0:1) eine vermeidbare Niederlage vor 22.235 Zuschauern in Braunschweig. Auch wenn die Arminen mit hängenden Köpfen den Platz verließen, durften sie sich doch zumindest als Punktsieger in Braunschweig fühlen. „Wir können auswärts gegen jede Mannschaft mithalten", meinte Mittelfeldspieler Manuel Junglas nach dem unglücklichen 0:1. „Wir haben die Niedersachsen 80 Minuten lang beherrscht. Es hat alles geklappt. Bis auf das Tore schießen", fügte er hinzu. Der 27-Jährige hätte selbst zum Bielefelder Matchwinner werden können. Nach einem schönen Zuspiel des Südkoreaners Seung-Woo Ryu knallte Junglas (61.) den Ball an die Latte. „Dieses Ding muss ich auf meine Kappe nehmen", sagte Junglas. Nach der erst zweiten Auswärtsniederlage in dieser Saison herrschte bei allen Arminen trotz des enttäuschenden und unglücklichen Ausgangs eine positive Grundstimmung. „Wir können eine große Portion Selbstbewusstsein mit nach Hause nehmen", erklärte Fabian Klos. „Wir haben die Braunschweiger doch in den zweiten 45 Minuten eindeutig beherrscht." Der Kapitän fasste die Partie so zusammen: „Die Niederlage war unnötig, unverdient, aber auch teilweise selber verschuldet, da unsere Chancenverwertung nicht gut war." Während sich Norbert Meier mit dem bevorstehenden Derby gegen den SC Paderborn am kommenden Sonntag noch nicht beschäftigen wollte („Ich fahre jetzt erst einmal mit dem Bus nach Bielefeld"), dachten die meisten seiner Spieler bereits an das Prestigeduell gegen den ehemaligen Erstligisten aus der Nachbarstadt. „Wir sind jetzt heiß auf das Derby", sagte der Schweizer Neuzugang Francisco Rodriguez, der von der Brisanz dieses Duells auch schon von seinen neuen Kollegen informiert worden ist. Dass die Paderborner am Freitag mit 0:4 gegen den 1. FC Kaiserslautern eine Klatsche bekommen haben, sieht Fabian Klos weder als Vorteil noch als Nachteil an. „Das Ergebnis gegen Kaiserslautern sollte nicht überbewertet werden. Fakt ist aber, dass die Paderborner im Defensivverhalten anfällig sind", meinte der Kapitän. Für Klos werde die Tagesform entscheidend sein, welcher Klub die drei Punkte einfahren wird. Für Brian Behrendt wird das Derby hingegen kein Thema sein. Nach seiner Roten Karte ist er am Sonntag ohnehin gesperrt.

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