Zieht gern mal ab: Arminias Defensivspieler Brian Behrendt geht selbstbewusst in das Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig am Sonntag. - © Foto: Christian Weische
Zieht gern mal ab: Arminias Defensivspieler Brian Behrendt geht selbstbewusst in das Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig am Sonntag. | © Foto: Christian Weische

Arminia Bielefeld Tabellensituation spornt Arminias Defensivallrounder Behrendt an

Bei einem Erfolg in Braunschweig zieht der DSC an der Eintracht vorbei. Meier mahnt, „auf dem Teppich zu bleiben“, zumal Nöthe fraglich ist

Peter Burkamp

Bielefeld. Beim Blick auf die Zweitligatabelle läuft diese Rechnung beinahe automatisch ab: Gewinnt Bielefeld am Sonntag in Braunschweig (Anstoß 13.30 Uhr), überholt Arminia die Eintracht und steht einen Punkt besser da, als die mit Aufstiegsambitionen gestarteten Niedersachsen. Eine attraktive Aussicht für Fans und Mannschaft, die „ganz klar auch ein Ansporn für uns ist", sagt Brian Behrendt. Er findet es schön, „dass wir uns punktemäßig nahezu auf Augenhöhe treffen". Übermütig wird Arminias Defensivallrounder deshalb aber nicht: „Wir sollten auf dem Boden bleiben. Die Braunschweiger sind ein harter Brocken." Auf dem Boden wollen sie bleiben, oder wie Norbert Meier es ähnlich wie Behrendt formuliert: „Auf dem Teppich". Nach dem 2:1-Auftaktsieg über den MSV Duisburg lassen sich die Arminen nicht dazu hinreißen, neue Ziele auszurufen. Dafür war der Wiedereinstieg nach der Winterpause in der zweiten Halbzeit kaum überzeugend genug. „Unser erstes Ziel heißt Nichtabstieg. Wenn wir das erreicht haben, sehen wir weiter", sagt der in Bremervörde geborene Brian Behrendt mit der ihm eigenen nordischen Sachlichkeit. "Wir waren nicht aggressiv genug" Das soll nicht auf einen ängstlichen Auftritt der Bielefelder schließen lassen. Allenfalls respektvoll oder vorsichtig. „Natürlich wollen wir den Trend fortsetzen ", sagt Norbert Meier: „Dafür werden wir aber eine richtig gute Leistung bringen müssen." Eine bessere als im Hinspiel auf jeden Fall. Arminias Trainer führt die 0:2-Heimniederlage als Beispiel dafür an, wie man es nicht machen sollte. „Da haben wir gedacht, es mit ein bisschen Spielerei lösen zu können. "Wir waren einfach nicht aggressiv genug", erinnert sich Meier. Ein wenig zu aggressiv war dagegen Stephan Salger in der Partie gegen Duisburg. Er wird wegen der fünften Gelben Karte in Braunschweig fehlen. Wer ihn in der Innenverteidigung ersetzen wird, wollte Norbert Meier nicht verraten. Neben Brian Behrendt sind Manuel Hornig und Felix Burmeister Kandidaten für diese Position. Behrendt dürfte leicht favorisiert sein. Spielt er, könnte Tom Schütz, der gegen Duisburg zunächst auf der Bank saß, in die Startelf rücken. Ein zweiter Wechsel gegenüber Montag könnte erforderlich werden, wenn Christopher Nöthe nicht fit wird. Der Außenangreifer hatte wegen einer Virusinfektion das Freitagtraining absagen müssen. Dank der Wintereinkäufe verfügt Meier über einige Alternativen. Seung-Woo Ryu und auch Andreas Voglsammer könnten die Position links offensiv einnehmen. „Wir haben im Training alles durchgespielt", verspricht Meier, dass er für den Fall der Fälle eine Lösung parat hat. Er werde auf jeden Fall 19 Spieler mit auf die Reise nehmen. Nöthe sei noch nicht abgeschrieben.

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