Ratlosigkeit im Hinspiel: Fabian Klos (l.) blickt fragend in die Runde. Braunschweigs Keeper Rafal Gikiewicz hat den Ball. - © Christian Weische
Ratlosigkeit im Hinspiel: Fabian Klos (l.) blickt fragend in die Runde. Braunschweigs Keeper Rafal Gikiewicz hat den Ball. | © Christian Weische

Arminia Arminias nächster Gegner Braunschweig steht unter Druck

Der frühere Bundesligist offenbart ungeahnte Defensivschwächen

Jörg Fritz

Bielefeld. Wenn Arminia Bielefeld am Sonntag um 13.30 Uhr erstmals seit 20 Jahren wieder in Braunschweig gastiert, treffen die beiden besten Defensivmannschaften der 2. Bundesliga aufeinander. Lediglich 17 Gegentore kassierten die Niedersachsen und die Arminen, die in diesem Spiel auf den gelbgesperrten Stephan Salger verzichten müssen. An das Hinspiel haben die Ostwestfalen nicht die besten Erinnerungen. Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht war 90 Minuten lang die dominante Mannschaft und ließ den Arminen bei der 0:2-Niederlage in der Schüco-Arena überhaupt keine Chance. Mittlerweile haben sich die Ausgangssituationen beider Klubs ein wenig verändert. Während sich die Arminen mit 27 Punkten im Mittelfeld tummeln und sich bei dieser Momentaufnahme spürbar wohlfühlen, ist für die Braunschweiger nach dem 0:2 in Leipzig der Kontakt zur Spitze abgerissen. „Taktisch, physisch und auch psychisch waren wir den Leipzigern unterlegen", lautete Lieberknechts Kritik, die vor allem an das Defensivverhalten seiner Spieler gerichtet war. Beide Leipziger Tore fielen nach Standardsituationen. Mit sieben Punkten Rückstand auf Relegationsrang drei müssen höher gesteckte Ambitionen des Tabellensechsten (29) zunächst ad acta gelegt werden. Neuzugang Ryu hofft am Sonntag auf einen Einsatz Auch die Premiere von Rückkehrer Domi Kumbela, der den zu Mainz 05 gewechselten Torjäger Emil Berggreen ersetzen soll, verlief enttäuschend. Der aus Fürth zurückgekehrte Braunschweiger Bundesliga-Aufstiegsheld der Saison 2012/13 agierte weite Teile des Spiels in Leipzig unauffällig. „Wir waren einfach nicht aggressiv genug", meinte der 31 Jahre alte Kongolese, der Besserung für Sonntag gelobt. „Jetzt heißt es, Mund abputzen, um es gegen Arminia besser zu machen", sagte er dem Fachblatt Kicker." Ein Wiedersehen auf dem Spielfeld zwischen dem Ex-Arminen Patrick Schönfeld und seinen einstigen Kollegen wird es am Sonntag mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Anpfiff nicht geben. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler, der von 2011 bis 2014 das DSC-Trikot trug, kam in 20 Meisterschaftsspielen bisher nur zu sieben Einsätzen. Hoffnung auf einen Einsatz für Arminia hat Neuzugang Seung-Woo Ryu, der in der vergangenen Saison als Leverkusener Leihgabe vier Tore in 16 Spielen für Braunschweig erzielte.

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