Arminia Bielefeld Nöthe dankt mit dem ersten Tor

Trainer Meier spricht von einem Wermutstropfen / "So ein Foul darf man sich nicht erlauben"

Peter Burkamp

Duisburg. Christopher Nöthe feierte in Duisburg sein Ligadebüt und das auf einer unerwarteten Position. Norbert Meier brachte den ehemaligen Fürther und Paulianer Angreifer im linken, offensiven Mittelfeld. Ganz ungewohnt war diese Aufgabe nicht für Nöthe. "Ich hatte schon vorher mal auf dieser Position gespielt. Wir wollten für den Gegner nicht ausrechenbar sein", erzählte Nöthe und ergänzte: "Von da kann man auch Tore schießen." Was er dann in der 6. Spielminute auch bewies. "Ich hatte registriert, dass der Torwart ein bisschen herausgekommen war und wollten den Ball drüberheben", erinnerte sich Nöthe an die 1:0-Führung. Meiers Plan, die Duisburger durch flexibles Angriffsspiel durcheinander zu bringen, ging in der ersten Halbzeit perfekt auf. Nöthe wechselte einige Male die Position mit Christian Müller und rückte als zweite Spitze an die Seite von Fabian Klos. Das sorgte für Gefahr vor dem Duisburger Tor. Nöthe und Müller zeigten eine starke Vorstellung. "Wir haben das Geschehen 60 Minuten lang dominiert, dann kam durch die Gelb-Rote Karte ein Bruch ins Spiel", meinte Nöthe. Das erste Gegentor "war ein Schlag in unser Gesicht, da war es fast logisch, dass auch das zweite fällt", sagte Nöthe mit Blick auf das Schlussdrittel der Partie: "Am Ende müssen wir sogar noch froh sein, dass wir einen Punkt mitgenommen haben." Nöthe ist sich allerdings sicher, "dass wir 3:0 oder 4:0 gewonnen hätten, wenn wir mit elf Mann zu Ende gespielt hätten". Neben Christopher Nöthe war auch Brian Behrendt im Vergleich zum Spiel gegen den FSV Frankfurt neu in der Mannschaft. Behrendt vertrat den verletzten Julian Börner als Innenverteidiger an der Seite von Stephan Salger. Und Behrendt demonstrierte bis zu seinem Platzverweis in der 58. Spielminute, warum er sich auf dieser Position wohl fühlt und dass er sie erfolgreich spielen kann. "Das war souverän, er hat eine gute Leistung gezeigt", fühlte sich Norbert Meier in der Berufung des ehemaligen Wieners bestätigt. Arminias Trainer sprach später aber auch von einem "Wermutstropfen" und meinte die Gelb-Rote Karte, die sich Behrendt abholte. "Die konnte man geben", meinte Meier und kritisierte: "Er war da übermotiviert. So ein Foul in der Nähe der Mittellinie darf man sich nicht erlauben." Letztlich brachte die Unterzahl Arminia so stark in Bedrängnis, dass Duisburg noch ausgleichen konnte. Verständlich, dass die Arminen den Platz mit hängenden Köpfen verließen. Florian Dick war enttäuscht darüber, zwei Punkte liegengelassen zu haben. "Das war sehr ärgerlich. Wir haben den Sieg selbst hergeschenkt."

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