Trotz Arminias Höhenflug hebt niemand ab

In den englischen Wochen findet die Mannschaft zusammen / Kluge freut sich über sein Comeback

Trotz Arminias Höhenflug hebt niemand ab - © Arminia
Trotz Arminias Höhenflug hebt niemand ab | © Arminia

Unterhaching/Bielefeld. Über den Nachholspieltag auf Platz drei: In tabellenraumgreifenden Drei-Punkte-Schritten hat sich Arminia Bielefeld auf den Relegationsplatz in der 3. Liga vorgeschoben. Das 3:1 in Unterhaching war der dritte Ligasieg in Folge. Seit dem 1:2 gegen Osnabrück stockten die Arminen ihr Konto um 13 Punkte auf 17 auf.

Genau so geräuschlos wie der vor der Serie von vielen Trainern zum Aufstiegsfavoriten erhobene Klub die Rangliste von hinten aufrollte, so zurückhaltend gehen Spieler und Verantwortliche mit der Erfolgsserie um. "Die Tabelle ist für uns nebensächlich. Sie wird erst gegen Ende der Saison interessant", sagte Fabian Klos, der Schütze des entscheidenden 3:1. Die Mannschaft habe sich zu Beginn der Serie nicht verrückt machen lassen und werde den aktuellen Höhenflug genau so wenig überbewerten. "Wichtig wäre, dass wir richtig in den Lauf kommen und möglichst viele Punkte sammeln", meinte Klos und ergänzte: "Wir können jetzt dafür sorgen, dass wir auch mittelfristig noch oben dabei sind."

Arminias Mittelfeldroutinier Peer Kluge im Duell mit dem Unterhachinger Kenny Prince Redondo. - © FOTO: WOLFGANG RUDOLF
Arminias Mittelfeldroutinier Peer Kluge im Duell mit dem Unterhachinger Kenny Prince Redondo. | © FOTO: WOLFGANG RUDOLF

So kraftraubend die englischen Wochen auch sind - die vielen Spiele könnten den Arminen vielleicht sogar zugute kommen. Mag der als anspruchsvoll bekannte DSC-Trainer Norbert Meier ("Ich verlange sehr viel") auch nicht immer zufrieden sein mit dem Spiel seiner Schützlinge - nach gut einem Viertel der Saison harmonieren diese immer besser miteinander. "Langsam findet es sich. Einige waren nicht fit, andere wie ich sind später dazugekommen. Das braucht seine Zeit", meinte Rechtsverteidiger Florian Dick.

Offenbar zahlt sich die Trainingsarbeit nun aus. Zwar stellten die flinken Unterhachinger ihren Gegner durch häufige Positionswechsel vor einige Probleme, letztlich passten sich die Arminen jedoch erfolgreich dieser Spielweise an und profitierten davon, "dass wir in den richtigen Momenten unsere Tore gemacht haben", so Norbert Meier. Und so hat der von Mannschaftskapitän Fabian Klos erwähnte Lauf schon begonnen, wenn man die jüngsten Erfolge betrachtet. Das Remis in Duisburg und der Sieg über die Stuttgarter Kickers, zwei Teams, die oben mitspielen, mögen dies unterstreichen.

Dass die DSC-Profis angesichts des aktuellen Höhenflugs abheben könnten, scheint nicht zu befürchten. Das Unterhaching-Spiel hat einmal mehr gezeigt, dass sich keine Mannschaft an die Wand spielen lässt. "Das war ein hartes Stück Arbeit", meinte Peer Kluge, der nachher doppelt froh war. Erstens, dass sein "Oberschenkel gehalten hat", zweitens "und viel wichtiger, dass wir gewonnen haben". Zwei Dinge, die sich Kluge auch für den Auftritt am Samstag in Rostock wünscht.

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