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Rudi Ostermann vom TSVE. - © FOTO: JONEK
Rudi Ostermann vom TSVE. | © FOTO: JONEK

Veränderungen am laufenden Band

Neue Homepage, neuer Chip und neue Medaillen für die 41. Auflage des Hermannslaufs

VON MATTHIAS FOEDE
31.03.2012 | Stand 30.03.2012, 18:56 Uhr

Bielefeld. "Gute Frage, da muss ich erst einmal nachdenken", antwortet Rudi Ostermann. Der Mann vom TSVE, der federführend für den Hermannslauf zuständig ist, grübelt: "Ja, was hat sich getan in den vergangenen Monaten? Was ist neu bei der 41. Auflage des Hermannslaufes?" Nach einer kurzen Pause sagt er: "Eigentlich nicht viel."

Damit untertreibt Ostermann allerdings gehörig. Selten hat sich zwischen zwei Rennen so viel ereignet wie zwischen 2011 und 2012. Die Homepage zum Lauf-Highlight in OWL, das diesmal am 29. April ausgetragen wird, ist neu, die Zeitmessung mit dem Chip modifiziert, der Mini-Hermann verbessert, das Organisations-Team breiter aufgestellt - und: es wird eine neu gestaltete Medaille geben. Diese Änderungen sind für den TSVE, der "eher traditionell denkt und daher zurückhaltend mit Neuerungen ist" (Ostermann), geradezu atemberaubend. Geblieben ist der Hype auf den Hermann.

Nachdem das Rennen 2011 binnen acht Tagen ausgebucht war, dauerte es diesmal, im Januar 2012, nur vier Tage. In 96 Stunden waren die 7.000 Startplätze weg. Rekord. "Es ist schon erstaunlich, dass wir keine Wellentäler durchschreiten wie andere Veranstaltungen. Wir scheinen momentan unabhängig vom Wetter, von eventuellen Organisationsschwächen oder von Konkurrenzveranstaltungen zu sein", freut sich Ostermann: "Ich hoffe, dass wir unseren Kultstatus noch lange behalten."

Seit Dezember hat Olaf Werner vom Orgateam gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft die Homepage (www.hermannslauf.de) überarbeitet. "Wir wollten mal etwas Neues machen", sagt Ostermann. Verschwunden ist die etwas sperrig und antiquiert wirkende Optik auf der Startseite, gekommen ist ein deutlich modernerer Auftritt mit mehr Bildern und einer freundlicheren Ansprache. Dabei hat sich am Informationsgehalt der Seiten nichts geändert. "Alle Fakten wie ehemalige Sieger oder unsere Läufer-Datenbank sind weiter abrufbar", betont Ostermann. Neu sind die Rubriken "Aktuell/News" sowie "FAQ", in denen die Besucher mit allem Wissenswertem und Wichtigem versorgt werden.

Im Gegensatz zu den Vorjahren erhalten die Starter diesmal den Chip für die Zeitmessung mit ihrer Startnummer. Dieser ist nicht mehr rund und gelb wie früher, sondern länglich und - Achtung: er wird nach der Benutzung einfach entsorgt. Er ist also ein Einmal- oder Wegwerf-Chip. Ostermann wirbt für den Wechsel: "Die Leihgebühr entfällt. Und es gibt keine Probleme mehr beim Verlieren, Verlegen und Vertauschen des Chips." Insbesondere bei der Ummeldung hatte es im vergangenen Jahr größere Schwierigkeiten mit der alten Firma gegeben. Ist der neue Chip mittels Perforation von der Startnummer erst einmal gelöst, wird er nun ganz einfach in die Schuhschleife eingebunden. Daher rührt auch sein Name: "easychip". Reibungslos verlief die Aufstockung des Organisationsteams des TSVE. Nachdem Jürgen Schulz aus gesundheitlichen Gründen ausgeschieden war, rückten nun Christian Dopheide und Rudi Ostermann als Doppelspitze nach. Außerdem intensivierten Katja und Wolfgang Kohn sowie Michael Brinkmann ihr Engagement. Katja Kohn und Claudia Sauf organisieren die Startkartenausgabe und bearbeiten redaktionell das Ausschreibungsheft. Michael Brinkmann kümmert sich um den Bus-Transport. Wolfgang Kohn ist Herr über den Organisationsplan.

Bleiben noch die Medaillen. "Da haben wir uns dieses Mal etwas einfallen lassen", gibt sich Ostermann geheimnisvoll. Mehr möchte er nicht verraten - nur so viel: "Sie werden anders aussehen als in den Jahren zuvor. Ich bin gespannt, wie die ankommen." Eine öffentliche Präsentation der Plaketten wird es am 17. April geben, wenn der TSVE seine Pressekonferenz zum Hermannslauf abhält.

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