Matthias Acker, Sven Harter, Rainer Podlesch, Christian Dippel, Stefan Klare, André Dippel, Karl-Otto Franke, Torsten Rellensmann und Sven Lohse. Verdeckt sind Holger Ehnert und Sigfried Schneider (von links). - © FOTO: KLÖPPING
Matthias Acker, Sven Harter, Rainer Podlesch, Christian Dippel, Stefan Klare, André Dippel, Karl-Otto Franke, Torsten Rellensmann und Sven Lohse. Verdeckt sind Holger Ehnert und Sigfried Schneider (von links). | © FOTO: KLÖPPING

Wettstreit der Legenden

RADSPORT: Historisches Steherrennen auf der Radrennbahn war ein voller Erfolg

Bielefeld (mak). Knapp 1.000 Besucher folgten dem Ruf der "AG Bielefelder Radrennbahn", die am Sonntag eine tolle Veranstaltung rund um das Oval aufgezogen hatte. Ergänzt durch eine große Ausstellung mit Fahrrädern des "Vereins Historische Fahrräder", die älter als 100 Jahre waren und echte Raritäten der deutschen und internationalen Radsportgeschichte sind, fand auch Mitinitiator Christian Dippel den Tag "sehr gelungen".

Die sportlichen Höhepunkte waren zwei Steher-Läufe über 10 und15 Kilometer der Helden von einst, hinter Schrittmachermotoren vergangener Jahrzehnte. Das Starterfeld bot Welt-, Europa- und Deutsche Meister reihenweise auf. Im ersten der beiden Läufe entwickelte sich unter den sieben Gespannen auf der Bahn schnell ein Vierkampf den Stefan Klare (DM 2003, 2004), Sven Harter (DM 1988), Torsten Rellensmann (Europameister 1989 und 1990) sowie der heutige Bundestrainer Rainer Podlesch (Weltmeister 1978 und 1983) prägten.

Im Finale musste Rellensmann die drei vor ihm Positionierten ziehen lassen. Sven Harter konnte auch nur noch zuschauen, wie das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Klare und Podlesch ausgehen würde. Der Ex-Weltmeister fand zu alter Routine hinter Schrittmacher Christian Dippel und siegte knapp vor dem Lokalmatadoren Klare. "Ich vertraue Christian nach wie vor blind, die Maschine läuft super und meine Form ist gar nicht so schlecht", sagte Podlesch, der noch heute drei- bis viermal mal pro Woche etwa 120 Kilometer trainiert.

Der zweite Lauf begann mit einem Überraschungsangriff von Stefan Klare, geführt durch Schrittmacher André Dippel. Schnell entstand ein 100-Meter-Vorsprung. Podlesch, der nach dem Sieg im ersten Lauf als Letzter ins Rennen ging, hatte sein Tempo noch nicht finden können, während Klare aus dem Windschatten seines Schrittmachers kam. Das Feld lief wieder zusammen. Die ersten Drei aus Durchgang eins fuhren wieder in die Spitze und attackierten sich gegenseitig. Die letzten Runden blieb Harter, der inzwischen hinter einem Ersatzmotorrad fuhr, erneut in der Zuschauerrolle. Diesmal sollte im entscheidenden Durchgang Klare gegenüber Podlesch das bessere Ende für sich haben. "Das war ein super Gefühl. Wir sind in den letzten Runden richtig schnell geworden", schwärmte Klare von alten Zeiten.

Das Ergebnis nach zwei Läufen: 1. Stefan Klare/André Dippel, 2. Rainer Podlesch/Christian Dippel, 3. Sven Harter/Matthias Acker, 4. Karl-Otto Franke/Holger Ehnert, 5. Torsten Rellensmann/Sigfried Schneider, 6. Wolfgang Harter/Sven Lohse, 7. Stefan Dostler/Ralf Schumacher.

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