Der Fahrer und sein Pilot, der die schwere Stehermaschine lenkt, müssen bestens harmonieren, um am Ende als Sieger ins Ziel zu kommen. - © FOTO: GRÄWE
Der Fahrer und sein Pilot, der die schwere Stehermaschine lenkt, müssen bestens harmonieren, um am Ende als Sieger ins Ziel zu kommen. | © FOTO: GRÄWE

Legenden im Oval

Altmeister treffen sich Sonntag auf der Bielefelder Radrennbahn

Bielefeld. Am Sonntag findet in der Leineweberstadt der "Tag des offenen Denkmals"statt. Historische Orte und Stätten rücken in den Mittelpunkt. Die Bielefelder Radrennbahn ist zwar kein Denkmal, doch die 1953 erbaute Betonpiste an den Heeper Fichten ist allemal ein besonderes Bauwerk mit bewegter Vergangenheit.

Bis zu 10.000 Besucher kamen regelmäßig zu den großen Steherrennen der 50er- und 60er- Jahre. Noch heute werden in Bielefeld, auch im europäischen Vergleich, höchste Geschwindigkeiten bei Steher-Rennen erzielt. Obwohl die Spuren der Zeit nicht am Betonoval vorbeigegangen sind, veranstalten die Organisatoren noch immer große Wettbewerbe. "Die Spitzenfahrer kamen und kommen immer gern zu uns", beschreibt Altmeister Christian Dippel, Schrittmacher und Vorsitzender des RC Zugvogel, die besondere Atmosphäre in Bielefeld und fügt hinzu: "Natürlich haben wir nicht mehr die großen Besucherzahlen, aber unsere 1.000 bis 1.500 Zuschauer sind absolut fachkundig."

Der Verein historische Räder und die AG Bielefelder Radrennbahn haben für Sonntag ein besonderes Programm ausgearbeitet. Neben einer Fahrt auf historischen Fahrrädern zur Radrennbahn und einer Ausstellung des historischen Materials wird es ab 13 Uhr Führungen durch die Anlage geben. Den Höhepunkt des Tages bildet ein historisches Rennen mit Schrittmachermaschinen, die bis zu 90 Jahre alt sind und aus dem gesamten Bundesgebiet kommen. Auch zahlreiche Legenden der Rennbahn folgen dem Ruf der Veranstalter. Neben dem letzten Weltmeister und zwölffachen deutschen Titelträger der 70er- und 80er-Jahre, Rainer Podlesch aus Berlin, dem ehemaligen Deutschen Meister und EM-Medaillen Gewinner, Torsten Rellensmann aus Dortmund, wird auch Publikumsliebling Sven Hardter, deutscher Meister 1988, starten. Auch dessen Vater Wolfgang Hardter, NRW-Landesmeister, und der Stundenrekordhalter Karl-Otto Franke, der noch heute den 1983 in Bielefeld aufgestellten Rekord über 60 Minuten hält, stehen am Start.

Die Bielefelder Farben werden durch den Deutschen Meister von 2003 und 2004, Stefan Klare, vertreten. Freier Eintritt und ein buntes Programm versprechen ab 13 Uhr nostalgische Momente.

Copyright © Neue Westfälische 2018
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group