Offenbar wieder fit: Vadim Yarashenka, der bei den jüngsten Auswärtsspielen fehlte, sollte gegen Köln dabei sein. - © Andreas Zobe
Offenbar wieder fit: Vadim Yarashenka, der bei den jüngsten Auswärtsspielen fehlte, sollte gegen Köln dabei sein. | © Andreas Zobe

Bielefeld SV Brackwede empfängt den Liga-Primus 1. FC Köln

Tischtennis: Der heimische Tabellenzweite möchte dem Spitzenreiter der 3. Bundesliga gerne den ersten Punktverlust der Saison zufügen - doch dafür muss es vom ersten Doppel an optimal laufen

Hans-Joachim Kaspers

Bielefeld. Wenn der Tabellenzweite den Ersten empfängt, ist gemeinhin von einem Spitzenspiel die Rede. Trotz der exakt so gegebenen Tabellensituation trifft diese Bezeichnung auf die Partie SV Brackwede - 1. FC Köln in der 3. Tischtennis-Bundesliga allerdings nicht ganz zu. Denn während der noch ungeschlagene FC wie ein Bayern München des Tischtennis durch die Liga spaziert und den Aufstieg nur noch theoretisch verspielen kann, sind die Brackweder eher zufällig dank ihrer schon zwölf ausgetragenen Partien Zweiter: Der SV Siek als Dritter und sogar Hertha BSC und GW Bad Hamm auf den Plätzen vier und fünf haben weniger Minuspunkte als die SVB. "Wir müssen uns ganz klar eingestehen, dass wir in dieser Saison nicht stark und nicht konstant genug waren, um den Kölnern Paroli bieten zu können", meint Stefan Höppner. Der Brackweder Kapitän gibt sich aber trotz der glatten 1:6-Hinspielpleite kämpferisch: "Es wäre doch super, wenn wir dem FC am Sonntag den ersten Punktverlust dieser Serie zufügen könnten." Um diesen Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen, muss es für die SVB optimal laufen. "Wir brauchen unbedingt einen Sieg in einem der Eingangsdoppel, außerdem wären drei Punkte im oberen Paarkreuz nicht schlecht", stellt Höppner eine mutige Hochrechnung an, die die Ergebnisse des Hinspiels - kein Punkt im Doppel und keiner durch Ferry Placek und Yang Lei - komplett auf den Kopf stellt. Die Zuversicht ist allerdings nicht unbegründet, hat Yang Lei doch vor kurzem bei seinem Sieg bei den Westdeutschen Meisterschaften die beiden Kölner Spitzenspieler Lennart Wehking und Robin Malessa schlagen können. "Und im Doppel", sagt Höppner, "ist an einem guten Tag alles möglich." Der Kapitän selbst, zuletzt der formstärkste Akteur des SVB-Aufgebots, möchte liebend gerne seinen Hinspielerfolg über Thomas Brosig wiederholen, weiß aber, dass das enorm schwer wird. "Er steht in der Rangliste deutlich vor mir und war bei meinem 3:2-Sieg in Köln ziemlich gehandicapt, weil er gleich zu Anfang seinen Schläger an der Tischkante angeschlagen hatte", erzählt Höppner. Da er aber in den vergangenen Wochen gut trainiert habe, gehe er durchaus selbstbewusst in das OWL-Duell mit dem gebürtigen Herforder Brosig. Wichtig ist natürlich auch, ob der in Siek und Celle wegen einer Erkrankung fehlende Vadim Yarashenka wieder auf dem Damm ist und nach Bielefeld kommt. "Bis jetzt habe ich noch nichts Negatives gehört", sagt Abteilungsleiter Thorsten List.

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