Kooperationsvertrag unterschrieben: Frank Spannuth, Klaus Becker, Martin Sprenger, Fritz Kölling, Hans-Joachim Stüwe, Martin Thomaschky, Franz-Josef Bathen (von links). - © Wolfgang Rudolf
Kooperationsvertrag unterschrieben: Frank Spannuth, Klaus Becker, Martin Sprenger, Fritz Kölling, Hans-Joachim Stüwe, Martin Thomaschky, Franz-Josef Bathen (von links). | © Wolfgang Rudolf

Bielefeld Partnerschule des Volleyballsports

Auszeit: In der Braker Grundschule ist die Sportart fest im Stundenplan verankert

Wolfgang Horstmann

Bielefeld. Die Tinte für die Unterschriften unter der Kooperationsvereinbarung ist getrocknet - und daher ist es jetzt offiziell: Die Grundschule Brake ist ab sofort Träger des Siegels "Juniorpartnerschule des Volleyballsports". Partnerverein ist der TuS Brake, in diesem Fall die Volleyball-Ab-teilung um Leiter Martin Thomaschky.Ausgangspunkt für die jetzt erfolgte Vertragsunterzeichnung war eine Initiative von Thomaschky und Martin Sprenger, dem stellvertretenden Schulleiter der Grundschule Brake. Ihre Zusammenarbeit führte vor fast zwei Jahren dazu, dass die Viertklässler durch zwei Schnupperstunden erstmals mit dem Volleyball, hier mit dem Volley spielen, intensiver in Kontakt kamen und den Weg in die damals ins Leben gerufene Volleyball-AG am Freitag fanden. 15 Viertklässler schlossen sich bereits nach kurzer Zeit der Volleyballabteilung des TuS an. "Im vergangenen Jahr verdoppelte sich die Zahl der neuen Vereinsmitglieder", kann Martin Thomaschky anhand von Zahlen belegen, dass ein attraktives Angebot im Zusammenspiel von Verein und Schule angenommen wird. Spannend ist die Frage, wie groß der Mitgliederzuwachs an Nachwuchsspielern nach dem nächsten Schnuppertraining im Anschluss an die kommenden Sommerferien sein wird. Aktuell wird Martin Thomaschky jeden Freitag von drei Co-Trainerinnen unterstützt. Vielleicht müssen es demnächst mehr sein. Zu den Vertragsunterzeichnern von Schule, Verein, Stadtsportbund und dem Bielefelder Ausschuss für den Schulsport zählte weiterhin Frank Spannuth, Sportdezernent des Regierungsbezirks Detmold. Spannuth, der als langjähriger Handballtrainer den Sport intensiv von der Vereinsseite her kennt, betonte, "dass die jetzt schriftlich fixierte Zusammenarbeit zwischen Verein, Schule und dem Westdeutschen Volleyball-Verband angesichts des Zulaufs in der Volleyball-AG eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten ist". Grundlage für die Kooperationen zwischen Schule, Verein und den jeweiligen Fachverbänden ist nach Aussage des Sportdezernenten das 2011 vom Land Nordrhein-Westfalen und dem Landessportbund aufgelegte Programm zur Förderung des Sports im Ganztags. Der Erhalt des Siegels "Juniorpartnerschule im Volleyball" ist dabei nicht einfach an eine Bewerbung geknüpft, die Kooperationspartner müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Beispielsweise muss Volleyball als Sportart im schuleigenen Lehrplan verankert werden. In den Jahrgangsstufen zwei bis vier wird jährlich eine Unterrichtsreihe zum Volleyball spielen durchgeführt und für die Jahrgangsstufe vier wird mit Unterstützung des kooperierenden Vereins ein Volleyballturnier veranstaltet. In Brake haben die Initiatoren aus der Volleyballabteilung nach der jetzt fixierten Zusammenarbeit nicht nur die Grundschule als Basis für eine Nachwuchsförderung im Volleyball vor Augen. "Viele Viertklässler wechseln am Ende ihrer Grundschullaufbahn zur Realschule Jöllenbeck oder zum Gymnasium Heepen", sagt Thomaschky. Mittlerweile könne man in Heepen eine Schulmannschaft des jüngsten Jahrgangs bilden und damit den Volleyballnachwuchs weiter fördern. Dass dafür natürlich Hallenzeiten und entsprechende Trainer benötigt werden, versteht sich von selbst, ist aber gleichzeitig ein nicht immer leicht zu lösendes Problem. Unabhängig von dem skizzierten Problem kann man sich im TuS und an der Braker Grundschule darüber freuen, dass die Grundlage für eine intensive Nachwuchsarbeit gelegt wurde.

realisiert durch evolver group