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Tapfer gewehrt: Zumindest eine Halbzeit lang hielt das Allstar-Team der Uni Bielefeld gegen den Bundesligisten TuS N-Lübbecke gut mit. Hier stören Dominik Waldhof (l.) und Jannik Gartmann den Lübbecker Neuzugang Tom Wetzel beim Wurf. - © Oliver Krato
Tapfer gewehrt: Zumindest eine Halbzeit lang hielt das Allstar-Team der Uni Bielefeld gegen den Bundesligisten TuS N-Lübbecke gut mit. Hier stören Dominik Waldhof (l.) und Jannik Gartmann den Lübbecker Neuzugang Tom Wetzel beim Wurf. | © Oliver Krato

Bielefeld Allstar-Auswahl von Uni und FH hält beim Handball eine Halbzeit stand

Viel Wirbel um Europameister Pieczkowski

Arne Schütforth
11.02.2016 | Stand 10.02.2016, 19:09 Uhr

Bielefeld. Das ganz große Spektakel blieb aus, die Trickspielzüge misslangen allzu häufig - trotzdem darf das All-Star Game der Universität Bielefeld sowie der Fachhochschule gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke als gelungen betrachtet werden. Den freundschaftlichen Vergleich gewann der Bundesligist um Europameister Nikclas Pieczkowski am Ende deutlich mit 39:23 (17:15), ließ sich allerdings vor der Pause gehörig ärgern. "Wir haben uns super präsentiert. Ein großes Lob an alle Spieler, wie sie sich reingekämpft haben. Wir habenschöne Tore gemacht", freute sich All-Star-Trainer Ludwig Vogel. Über 2:5 (7.) und 4:7 (12.) lagen die All-Stars zunächst schnell zurück, verkürzten dann aber durch Tore von Nils Strathmeier und Johannes Krause zum 9:10 und zwangen Nettelstedts Trainer Goran Perkovac sogar zu einer Auszeit. Der Bundesligist ging zwar im Anschluss wieder mit 17:11 in Führung, verzweifelte in Halbzeit eins immer häufiger an Keeper Kevin Becker, der so für defensive Highlights der Uniauswahl sorgte und reichlich Szenenapplaus erhielt. Lukas Schulz sowie Jöllenbecks Thorben Schneider verkürzten zum 15:17-Halbzeitstand. Auf Seiten des TuS N-Lübbecke waren es Linksaußen Jens Bechtloff sowie Nikclas Pieczkowski, die Akzente setzten, auch wenn es hier und da im Zusammenspiel noch etwas haperte. Während Pieczkowski in Polen bei der Europameisterschaft weilte, trennte sich sein akut abstiegsbedrohter Verein von zahlreichen Leistungsträgern und kaufte im Gegenzug neue Profis ein. "Wir haben eine komplett umgekrempelter Mannschaft und müssen uns erst noch einspielen", meint Pieczkowski. Viel zeit bleibt dafür nicht, denn auch der Europameister weiß, "dass wir möglichst schnell punkten müssen." Mit nur zwei Punkten haben die Lübbecker aktuell sechs Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Zumindest in der zweiten Halbzeit zeigte der Bundesligist der Studentenauswahl klar die Grenzen auf uns setzte sich über 27:19 (43.) und 32:21(48.) schnell deutlich ab. Der sportliche Aspekt stand ohnehin im Hintergrund. Nach Spielschluss war Nikclas Pieczkowski der gefragteste Mann und durfte sich kurzzeitig fühlen wie Nationaltorwart Andreas Wolff, der nach dem EM-Gewinn den größten medialen Hype zu schultern hatte. Umringt von zahlreichen Kindern der JSG 07 Bielefeld, die als Einlaufkids eingeladen waren, musste er reichlich Autogramme geben. "Der Europameistertitel ist eine super Motivation für die Kinder, anzufangen Handball zu spielen", meint Pieczkowski, der hofft, dass dieser Trend noch eine Weile anhält. Neben der Sportart und den Aktiven war der Hochschulsport ein großer Gewinner des Abends: Der Erlös aus den Eintrittsgeldern - immerhin stolze 1.111 Euro - wird dem TuS Ost Bielefeld für ein Sportprojekt mit jungen männlichen Geflüchteten gespendet werden. Uniteam: Kevin Becker/Bastian Räber; Justus Clausing (2, alle TuS Spenge), Johannes Krause (5/1, MTV Braunschweig), Lukas Schulz (4/1), Nils Strathmeier (2), Tobias Fröbel, Luca Werner (alle TSG A-H Bielefeld), Jannik Gartmann (4), Jan Eric Speckmann (3/1), Jannik Borcherding (alle LiT Handball), Thorben Schneider (2, TuS 97), Dominik Waldhof (1, Handball Lemgo), Florian Öttking (Harsewinkel), Jan Patzelt (Loxten). Für Nettelstedt traf Jens Bechtloff (12/4) am häufigsten.

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