Muss sich diesmal besonders strecken: TSG-Torwart Pascal Welge (r.), der als einer der sichersten Keeper der Liga gilt, trifft im Spitzenspiel gegen den VfL Gladbeck auf die besten Torjäger der Spielklasse. - © Jens Senftner
Muss sich diesmal besonders strecken: TSG-Torwart Pascal Welge (r.), der als einer der sichersten Keeper der Liga gilt, trifft im Spitzenspiel gegen den VfL Gladbeck auf die besten Torjäger der Spielklasse. | © Jens Senftner

Bielefeld Handball-Oberliga: Die TSG A-H Bielefeld kann mit einem Sieg gegen Spitzenreiter Gladbeck noch einmal zum Führungsduo aufschließen

TuS 97 in Menden gefordert

Arne Schütforth

Bielefeld. Die TSG A-H Bielefeld geht mit der Hypothek von drei Punkten Rückstand auf das Führungsduo Gladbeck und Spenge in die direkten Duelle. Das klingt zunächst einmal nicht viel, doch wenn die Bielefelder noch einmal ernsthaft in den Meisterschaftskampf eingreifen wollen, müssen sie beide Spiele gegen die direkten Kontrahenten gewinnen. Geht auch nur ein Duell verloren, würde sich der Rückstand auf den Tabellenführer wohl uneinholbar vergrößern. "Das ist nicht in unseren Köpfen. Aber klar, die Konstellation ist so, damit müssen wir umgehen", meint TSG-Trainer Michael Boy vor der ersten Standortbestimmung gegen Spitzenreiter Gladbeck. Schon eher ranken sich die Bielefelder Gedanken wohl um die deutliche Hinspielniederlage oder Gladbecks Haupttorschützen Max Krönung sowie Thorben Mollenhauer, die auf Platz eins und zwei der Torjägerliste rangieren und zusammen schon 213 Treffer erzielt haben. Um die beiden Shooter bei möglichst wenig Toren zu halten, hat die TSG an den Absprachen im Innenblock gewerkelt. »Ohne Linkshänder zu spielen, ist für uns nichts Neues« "Beide zusammen bei zehn Toren zu halten, wäre ein Topwert. Das wird die Aufgabe sein, die es zu lösen gilt", meint Boy, der hofft, das sich seine bevorzugte 6:0-Abwehr trotz der gegen Gevelsberg offenbarten Abstimmungsprobleme als solide erweist. Denn auf offensive Abwehrvarianten ist Gladbeck eingestellt: "Das haben sie immer gut gelöst", hat Boy im Videostudium erkannt. Auf Seiten der Gastgeber fällt Moritz Schneider sicher aus, der Einsatz der Linkshänder Nils Prüßner und Dennis Gote (Rippenprellung) entscheidet sich erst kurzfristig. "Ohne Linkshänder zu spielen, ist für uns ja nicht unbedingt was Neues", meint Boy. Immerhin haben Phil Holland und Luca Werner nach ihren Verletzungen schon wieder Spielpraxis sammeln können. "Wir können dadurch deutlich variabler auftreten", freut sich Boy. Den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck plagen weiter Sorgen: "Wir müssen sehen, dass wir den Kopf frei kriegen und endlich wieder gewinnen", meint Trainer Sven-Eric Husemann vor dem Auswärtsspiel seiner Mannschaft bei der HSG Menden-Lendringsen, die aktuell auf Platz fünf geführt werden. Die Mannschaft von Ex-TSG-Trainer Micky Reiners konnte im Hinspiel in der Höhe überraschend mit 31:21 bezwungen werden. "Im Anschluss hat sich Menden aber gefangen", registrierte Husemann. Seit November war Menden ungeschlagen, ehe man am letzten Wochenende in Ahlen unterlag. Um die Trendwende zu schaffen, hat sich Husemann neben der Abwehrleistung seiner Mannschaft noch einmal eindringlich mit dem Überzahlspiel beschäftigt. "Entweder man erhöht den Druck auf die Spieler, oder man nimmt ihn ganz weg", weiß Husemann. Wie er sich auch entscheiden sollte - am Ende zählt lediglich die Effizienz.

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