Die Dynamik ist zurück: Luca Werner (am Ball) machte im Kreispokal eine gute Figur und kann nach langer Verletzung endlich wieder für die TSG A-H Bielefeld auflaufen. Er ist eine wichtige Alternative im Rückraum der Bielefelder. - © Jens Senftner
Die Dynamik ist zurück: Luca Werner (am Ball) machte im Kreispokal eine gute Figur und kann nach langer Verletzung endlich wieder für die TSG A-H Bielefeld auflaufen. Er ist eine wichtige Alternative im Rückraum der Bielefelder. | © Jens Senftner

Bielefeld Favorit mit Fragezeichen

Handball-Oberliga: Die TSG A-H Bielefeld startet auswärts beim Tabellenschlusslicht in die Rückrunde. Doch Ferndorf II könnte von der EM-Pause der 2. Liga profitieren

Arne Schütforth

Bielefeld. Häufig ist es so eine Sache mit Spielen gegen den Tabellenletzten. Das Hinspiel deutlich gewonnen, hier und da ein paar Prozent Konzentration weniger, dazu nach Weihnachtspause noch nicht wieder im Spielrhythmus - und beim Gastspiel der TSG A-H Bielefeld bei Ligaschlusslicht Ferndorf II kommt zudem eine spekulative Personalsituation hinzu. Mit Luca Werner, der bereits beim Kreispokal ein gelungenes Comeback feierte, steht TSG-Trainer Michael Boy ein potenzieller Stammspieler nach langer Verletzungspause wieder zur Verfügung. Gerade auf der halblinken Position könnte Werner auf Anhieb wertvoll sein. Im Gegenzug fallen mit Nils Prüßner, Moritz Schneider und eventuell auch Carl-Moritz Wagner, der unter der Woche Vater wurde, wichtige Spieler aus. Phil Holland, der bereits vorsichtig wieder trainiert, ist noch keine Alternative. Ergänzen wird den Kader der A-Jugendliche Tim Schuwerack. Der Kreispokal sowie die Eindrücke aus der Trainingswoche stimmen Boy positiv: "Am Sonntag habe ich mich noch geärgert, am Montag schon nicht mehr. Die Jungs haben sich im Training richtig reingehängt", lobte Boy. Trotz Tabellenplatz sechs hat die TSG die Tabellenspitze noch nicht abgeschrieben, zumal sich der Kader langsam füllt und Gladbeck noch bei der TSG sowie in Spenge antreten muss. An Motivation sollte es den Bielefeldern also nicht mangeln. Als Stolperstein für die TSG könnte sich die Ferndorfer Personalsituation erweisen. Da die Zweiligamannschaft auf Grund der kommenden Europameisterschaft Spielpause hat, dürfen die Siegerländer auf den ein oder anderen U23-Akteur aus der "Ersten" zurückgreifen. Aktuell beträgt der Rückstand des Schlusslichts auf einen Nichtabstiegsplatz drei Punkte - sportlich würde ein Einsatz Sinn ergeben. "Das Hinspielergebnis muss aus den Köpfen. Einfach hinfahren und die Punkte mitnehmen - das wird nicht klappen und ist in dieser Liga überhaupt nirgendwo möglich", warnt Boy.

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