Neu in der Viererkette: Areti Verlsteffen (r.) räumt bei Arminias Frauen auf der rechten Seite auf. - © Andreas Zobe
Neu in der Viererkette: Areti Verlsteffen (r.) räumt bei Arminias Frauen auf der rechten Seite auf. | © Andreas Zobe

Bielefeld Der Aufsteiger bleibt weiter spitze

Frauen-Regionalliga: Arminia - Essen 4:1

Bielefeld. "Wir können froh sein, dass wir nicht sieben oder acht Gegentore kassiert haben." Dieser Satz von Steffi Rohrbeck, der Trainerin von SGS Essen II, nach dem gestrigen 1:4 (0:1) bei Arminia Bielefeld beweist: Der Aufsteiger aus Ostwestfalen ist in der Regionalliga schon eine Macht.

Nicht nur, dass das Team von Markus Wuckel nach drei Spielen mit drei Siegen als Spitzenreiter grüßt. Vor allem die Art und Weise, wie die Bielefelderinnen ihre Gegnerinnen dominieren, zeigt, dass sie in der dritthöchsten deutschen Spielklasse angekommen sind. Schöne Pässe in die Tiefe wechselten gestern an der Schillerstraße mit klassischem Flügelspiel, aus dem gefährliche Flanken entstanden. Klar, dass da zwangsläufig Tore fallen mussten - es waren unter dem Strich nur viel zu wenige. "An der Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten, alles andere läuft schon ganz gut", freute sich Laura Liedmeier nach dem Schlusspfiff. Sie wusste aber auch, wo ihr kritischer Coach in den nächsten Trainingseinheiten ansetzen wird: beim Torabschluss natürlich.

Schon vor der Pause kreierten die Gastgeberinnen zahlreiche hochkarätige Tormöglichkeiten, die jedoch allesamt vergeben wurden. Egal ob Kamila Kmiecik (17.), Katarina Bochra (27. und 44.) oder Maxi Birker (30. und 43.) mehr oder minder frei vor dem Essener Tor auftauchten - immer fehlte eine Kleinigkeit zum Torjubel. Am nächsten war Neuzugang Bochra einem Treffer, doch ihr Kopfball klatschte an die Latte. So dauerte es bis in die Nachspielzeit des ersten Durchgangs, ehe Maxi Birker nach schöner Flanke von Tanja Thormaehlen per Kopf das erlösende 1:0 gelang.

Nur zwei Minuten nach der Pause war der schöne Vorsprung allerdings wieder dahin. Arminias Abwehr reagierte bei einem Konter der Essenerinnen zu langsam, so dass Franziska Wenzel allein vor der starken Kira Klemmer den Ausgleich erzielen konnte. Nur gut, dass Birker lediglich fünf Minuten später gleich wieder einen Treffer vorlegte: Steil geschickt von Kmiecik, schob sie den Ball elegant an Essens Torhüterin vorbei ins lange Eck.

Und weiter ging's mit klarsten Chancen: Erst lenkte Essens Keeperin Romina Burgheims Kopfball noch an die Latte (55.), dann spielten sich Bochra und Birker zweimal schön gegenseitig frei, schossen aber übers Tor (63./66.). Erst mit dem 3:1 von "Pocke" Bochra, die von Kamila Kmiecik freigespielt wurde (78.), war die Partie zu Hause, für den Schlusspunkt sorgte Kmiecik selbst nach einer Ecke in der Nachspielzeit.

"Das war gegen unseren bisher besten Gegner eine starke Leistung", lobte Markus Wuckel, "wir mussten in der zweiten Halbzeit nur früher den Sack zumachen." Wie war das mit dem Torabschluss-Training?

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