Bielefeld Timmerhans freut sich über den vierten Rang

LEICHTATHLETIK: Als 16-Jähriger bei den Deutschen U-18-Meisterschaften Jahrgangsbester / Grenda steigert sich

Claus-Werner Kreft

Bielefeld. Achtungserfolg bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Jena: Als Vierter des A-Finales über 400 Meter bestätigte Torben Timmerhans (SVB, U 18) seine Position in der DLV-Saisonbestenliste. Der 16-Jährige durfte sich auch über den inoffiziellen Titel eines Jahrgangsbesten freuen - die vor ihm Platzierten sind ein Jahr älter und 2016 nicht mehr in der Altersklasse U 18 dabei. Die erhoffte Zeitverbesserung aber gelang dem U-18-Kreisrekordler (49,39 Sekunden), der erstmals innerhalb von 24 Stunden zwei 400-m-Rennen zu absolvieren hatte, noch nicht. Als Vorlauf-Zweiter mit der insgesamt sechstbesten Zeit (50,19 Sek.) qualifizierte er sich für das Finale und musste hier auf der eher ungünstigen Innenbahn laufen. "Die hatte aber auch ihren Vorteil", erklärte ein zufriedener Torben Timmerhans hinterher, "denn ich konnte alle Konkurrenten beobachten und den vierten Platz sichern." Favorit Marvin Schlegel (Bestzeit 46,92) dominierte in 47,66 Sek. vor seinem auf 48,73 verbesserten Chemnitzer Vereinskollegen Johann Rosin und dem als Vizemeister erwarteten Florian Colon Marti (48,82). Mit glatten 50,00 Sek. folgte Timmerhans, der seinen Vorlauf-Bezwinger Yannic Voss jetzt klar hinter sich ließ. Tags darauf schaffte er mit seiner bislang zweitbesten 200-m-Zeit von 22,23 Sek. gerade noch den Sprung ins A-Finale; doch hier forderten drei kräftezehrende Läufe ihren Tribut: Der 8. Rang war respektabel, die Zeit (22,82 Sek.) aber enttäuschend. Die gleichaltrige Kathrin Grenda (PSV) zeigte ihre beste Leistung gleich zum Auftakt: Im 100-m-Vorlauf steigerte sie sich auf 12,29 Sek - die schnellste Zeit einer Bielefelderin seit 1996 und nur einen Wimpernschlag entfernt von Kerstin Poltrocks elektronischer U-18-Kreisbestzeit (12,27/1981). Damit hatte sie ihr DM-Pulver aber verschossen: Im Zwischenlauf, den sie immerhin als 14. von 43 Starterinnen erreicht hatte, folgten bei Gegenwind 12,55 Sek. und am Schlusstag 25,63 Sek. im 200-m-Vorlauf. Sehr achtbar hielt sich ein weiteres Talent vom jüngeren U-18-Jahrgang, 3.000-Meter-Läuferin Katharina Erdmann (TSVE). Eine nicht beim Sport erlittene Verletzung hatte ihren Trainingsbeginn verzögert; dennoch platzierte sie sich als Elfte in der ersten Hälfte des 25-köpfigen Feldes und streifte mit 10:28,19 Min. ihre Bestzeit (10:28,16/2014). Unter Wert blieb die ebenfalls verletzungsgeplagte 1500-m-Hindernisläuferin Sophie-Marie Kohlhase (TuS Jöllenbeck): Als Vorjahresfünfte angetreten, musste sie sich hier mit dem 12. Rang in 5:14,63 Min. begnügen. DM-Debütant Tjard Gößling (SVB), der seinen 800-m-Vorlauf als Achter abschloss und mit 2:00,18 Min. seine zweitbeste Zeit ablieferte, hatte nach einer halben Runde den Kontakt zum Feld verloren, konnte aber noch einen Konkurrenten abfangen.

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