Und Action: Da das Eliterennen als Kriterium organisiert war, gab es im Feld kaum einen Moment Ruhe. - © Foto: Barbara Franke
Und Action: Da das Eliterennen als Kriterium organisiert war, gab es im Feld kaum einen Moment Ruhe. | © Foto: Barbara Franke

Bielefeld Ein perfekter Renntag

Rad: RV Teutoburg mit dem Verlauf des Großen Preises der Sparkasse zufrieden

Letzter Höhepunkt: Zum 50. Geburtstag gönnte sich der RV Teutoburg Brackwede mal wieder ein Dernyrennen. - © Foto: Barbara Franke
Letzter Höhepunkt: Zum 50. Geburtstag gönnte sich der RV Teutoburg Brackwede mal wieder ein Dernyrennen. | © Foto: Barbara Franke

Bielefeld. "So schön kann Radsport sein!" bilanzierte Stefan Gernemann, Vorsitzender des RV Teutoburg Brackwede (RVT), die 50. Austragung des Brackweder Radrennens um den Großen Preis der Sparkasse. Verschiedene Neuerungen im Rennplan steigerten die Attraktivität von Bielefelds größter Radrennveranstaltung noch einmal.

So waren erstmals alle Jugendrennklassen im Programm, Nachwuchsfahrer aus ganz NRW nahmen das Angebot dankbar an. Jürgen Niggeweg, Jugendwart des RVT, freute das besonders: "Wir bieten Kindern und Jugendlichen hier eine große Bühne für ihren Sport. Schön zu beobachten, mit welcher Freude sie sich anstrengen und beeindruckende Leistungen zeigen." Gleich im ersten Rennen maßen sich zeitversetzt Jungen und Mädchen aller Altersklassen bis 16 Jahre. Nebeneffekt für die zahlreichen Zuschauer: Kurz getaktete Rennentscheidungen sorgten für anhaltende Hochspannung auf der Zielgeraden.

Information

Ergebnisse des Radrennens



  • Derny-Rennen (25 km): 1. Gerd Gessler/Alexander Nordhoff; 2. Matthias Acker/Daniel Klemme; 3. Peter Bäuerlein/Christian Ernst.
  • Senioren (43,2): 1. Bernd Brune (Gütersloh) 1:00:05 Stunden; 2. Andreas Jung (Gütersloh); 3. Hardy Zimmermann (Mettmann) gleiche Zeit.
  • Junioren U 19 (43,2): 1. Florian Stork (Bünde) 1:09:24 Stunden; 2. Janek Heming (Bocholt) 1:09:29; 3. Rene Otterbein (Düsseldorf) 1:09:30.
  • Jugend U 17: 1. Marco Oberteicher (Herford) 42:35 Minuten; 2. Luca Bockelmann (Bremen); 3. Till Bardenheuer alle zeitgleich.
  • Schüler U 15: 1. Martin Schubert (Siegburg) 26:44 Minuten; 2. Oskar Axmann (Osterweddingen) 26:45; 3. Michel Heßmann (Coesfeld) 28:02.
  • Schüler U 13: 1. Elias Balthasar Lanfermann (Lauenau) 12:40 Minuten; 2. Torben Rene Stark (Osterweddigen) 12:42 und 3. Ole Geisbrecht (Langenhagen) 12:42.
  • Schüler U 11: 1. Kenai Sterenborg (Neheim) 8:25 Minuten; 2. Narvik Meier (Bünde) 9:00.
  • Frauen: 1. Wiebke Rodieck (Langenhagen) 1:02:20 Stunden; 2. Stefanie Paul (Hannover); 3. Mieke Kröger (Brackwede) alle zeitgleich.
  • Juniorinnen U 19: 1. Lina Rausch (Oldenburg) 1:02:20 Stunden; 2. Laura Everts (Oberhausen) 1:02:22; 3. Laura Neumann (Nienburg) zeitgleich.
  • Jugend weiblich U 17: 1. Luisa Siersleben (TSVE) 44:44 Minuten; 2. Pia Herning (Bocholt) 47:44; Ina Sophia Lindenthal (Langenhagen) 47:44.
  • Schülerinnen U 15: 1. Rebekka Maigré (Spich) 27:15 Minuten: 2. Laura Wiese (Bremen) 27:43.

Außergewöhnlich stark präsentierten sich die späteren Sieger der Schülerkonkurrenz.: Martin Schubert (Siegburg), Oskar Axmann (Osterweddingen) und Michel Heßmann (Coesfeld) starteten zeitverzögert zur Jugend, schlossen aber zu Dritt zu den Älteren auf und bestimmten später sogar das Tempo in der Jugendklasse. Das Finale entschied schließlich Schubert für sich. In der Jugend sicherte sich Jannis Thon vom RV Teutoburg Platz acht. Aus Bielefelder Sicht erfreulich war der Sieg von Luisa Siersleben (TSVE) bei der weiblichen Jugend

Bei den Frauen hatte der RV Teutoburg mit Mieke Kröger die nominell stärkste Fahrerin im Feld. In einem extrem taktisch gefahrenen Rennen wurden Miekes Attacken jedoch ein ums andere Mal mit vereinten Kräften von den Gegnerinnen gekontert. "Es war wie verhext, ich musste nur schalten - und schon war Großalarm im Feld. Jedes mal hatte ich eine andere Fahrerin am Hinterrad, ich bin einfach nicht weggekommen", so die Welt- und Europameisterin. Etwas zerknirscht musste Kröger diesmal zwar mit dem dritten Platz vorlieb nehmen, sorgte damit aber trotzdem für das beste Ergebnis des Veranstalters in den Lizenzklassen.

Radsport vom Feinsten boten die Junioren den Zuschauern am Stadtring. Schon nach zwei Runden setzten sich Rene Otterbein (Düsseldorf) und Dominik Bauer (Büttgen) deutlich vom Feld ab. Das Rennen schien gelaufen zu sein. Diesem Ergebnis wollten sich Florian Stork (Bünde) und Janek Heming (Bocholt) jedoch nicht fügen und setzten aus fast aussichtsloser Position zur Verfolgung an. Das Husarenstück gelang, die beiden konnten nicht nur aufschließen, sondern distanzierten die Rheinländer im Sprint sogar noch. Der Sieg blieb so in Ostwestfalen bei Florian Stork. Erstmals seit vielen Jahren wurde das Eliterennen der Männer als Kriterium ausgetragen. In diesem Modus werden alle fünf Runden Wertungssprints gefahren. Für die jeweils besten Fünf gibt es Punkte, Tagessieger ist der Punktbeste. Kriterien sind geprägt von zahlreichen Attacken und Positionskämpfen. Zur Freude der Zuschauer erkämpften sich insgesamt 19 Fahrer Wertungspunkte und hielten den Rennausgang damit bis zum Schluss offen. Nicht ganz überraschend hatte am Ende Daniel Klemme die Nase vor Alexander Nordhoff (RSV Gütersloh) vorn. Der Große Preis der Sparkasse blieb damit in Ostwestfalen, denn Klemme hat bekanntlich familiäre Wurzeln in Bielefeld-Heepen.

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