Stefan Höppner (l.) und Christian Reichelt sammelten im unteren Paarkreuz drei Punkte für die SV Brackwede ein. - © Foto: Wolfgang Rudolf
Stefan Höppner (l.) und Christian Reichelt sammelten im unteren Paarkreuz drei Punkte für die SV Brackwede ein. | © Foto: Wolfgang Rudolf

Bielefeld Hinten wird die Ente fett

TISCHTENNIS: Das untere Paarkreuz der SVB glänzt beim 6:4-Sieg über Spitzenreiter Ober-Erlenbach

Von Hans-Joachim Kaspers

Bielefeld. Vor dem Gastspiel des Tabellenführers war der Respekt im Lager der SV Brackwede groß, deshalb fiel der Jubel über den unerwarteten 6:4-Erfolg gegen den TTC Ober-Erlenbach um so lauter aus. In einem hochklassigen Spiel rang die SVB den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter in dreieinhalb Stunden förmlich nieder – und das mit durchaus spektakulären Spielergebnissen.

So hätte wohl niemand im Lager der Gastgeber vorherzusagen gewagt, dass ausgerechnet Christian Reichelt und Stefan Höppner im unteren Paarkreuz zu Matchwinnern werden würden. "Beide sind heute über sich hinaus gewachsen", lobte Thorsten List die Leistungen des Duos, das frei nach dem Motto: "Hinten wird die Ente fett", den in dieser Saison noch ungeschlagenen Julian Mohr und Jens Schabacker gleich drei Punkte abknöpfte. Oben erfüllten Frantisek Placek und Yang Lei ihre Pflichtaufgaben gegen Dominik Scheja, zudem setzte Lei mit dem 3:2 gegen Ober-Erlenbachs Spitzenmann Thomas Keinath ein weiteres Ausrufezeichen. Und so war nach zwei Unentschieden gegen zwei schwächer eingeschätzte Teams ausgerechnet gegen den Aufstiegsfavoriten der erste Saisonsieg perfekt.

Dabei hatte die Partie mit zwei Doppelniederlagen – Reichelt und Höppner verloren dabei unglücklich mit 12:14 im fünften Satz – denkbar ungünstig für die SVB begonnen. "Jetzt wird es schwer für uns", unkte Stefan Höppner, doch ehe sich Mannschaft und die begeistert mitgehenden 150 Zuschauer versahen, stand es schon 4:2 – unter anderem dank dreier an Spannung kaum noch zu überbietender 3:2-Siege von Yang Lei, Reichelt und Höppner.

"Ich habe so oft gegen Thomas verloren, dieser Sieg heute tut deshalb richtig gut", freute sich Yang Lei, der zwischenzeitlich zwar 1:2 in Rückstand geriet, dann aber sein Spiel noch einmal entscheidend umstellte. "Ich habe etwas langsamer und mit mehr Spin returniert – das war ein gutes Rezept", lächelte der Chinese. Auch die Partien von Reichelt und Höppner waren ein ständiges Auf und Ab. So drehte Reichelt einen 0:1- und 2:6-Rückstand gegen Schabacker noch zum Erfolg, und Höppner konterte gegen Mohr ein 1:4 im fünften Durchgang zum 8:5 und reckte Augenblicke später die Siegerfaust in die Höhe.

Und weiter ging das Wechselbad der Gefühle. In den zweiten Begegnungen des oberen Paarkreuzes sorgte Yang Lei gegen Scheja zwar souverän für den fünften Punkt, Placek zog jedoch unerwartet deutlich gegen Keinath den Kürzeren, so dass zum greifbar nahen Sieg ein weiterer Punkt aus dem unteren Paarkreuz erforderlich war. Den lieferte prompt Kapitän Stefan Höppner ,der gegen Schabacker ausgesprochen clever agierte und zum zweiten Mal an diesem Tag als Sieger von der Platte ging. "Stefan hat einen sensationell guten Lauf – seit zwei, drei Monaten trifft er einfach alles", jubelte Thorsten List.
der am gestrigen Erfolg besonders schön fand, "dass jeder Spieler seinen Teil dazu beigetragen hat". Auf dieser mannschaftlichen Geschlossenheit könne man am Samstag in Berlin aufbauen.

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