Paderborn Paderborns Korbjäger verschenken Sieg und schaffen den Klassenerhalt

Zweitligist Paderborn verspielt gegen Kirchheim eine 53:43-Führung und unterliegt mit 72:81 nach Verlängerung

Jochem Schulze

Paderborn. Die gute Nachricht vorab. Paderborns Basketballer, die seit dem Jahr 1984 ohne Unterbrechung in der 1. oder 2. Bundesliga spielen, werden ihren Fans dieses sportliche Vergnügen auch in der kommenden Saison bieten können. Weil die Kellerkinder Orange Academy Ulm (79:82 gegen die Hamburg Towers) und die Baunach Young Pikes (65:103 gegen die Crailsheim Merlins) am gestrigen Abend ihre Heimpartien verloren, fiel die 72:81 (65:65, 36:27)-Heimniederlage der Uni Baskets gegen die Kirchheim Knights nicht mehr ins Gewicht. "Es ist das Wichtigste, dass wir mit unserem beschränkten Budget bereits frühzeitig die Liga gehalten haben", steckte Paderborns Trainer Uli Naechster die Prioritäten ab. Und ärgerte sich mit den 1.273 Zuschauern im Sportzentrum sicher auch darüber, dass sein Team den durchaus möglichen Heimsieg über die Knights letztlich verschenkt hatte. Nach einer intensiven und durchweg guten Defensivleistung hatten die Hausherren nach 30 Minuten mit 53:43 geführt, um im Schlussviertel gegen die nun taktisch neu organisierten Kirchheimer mit oft zu risikoreichem Spiel den Faden zu verlieren. Die Gäste jedoch machten zwölf Punkte in Folge zum 53:55. Paderborn konterte zum 63:61 und hatte anschließend bei zwei "In-and-Out"-Dreiern und einer komplett falschen "Goaltending"-Entscheidung Pech. Als Dion Prewster und Georg Voigtmann aber freie Würfe verweigerten und später zunächst Devonte Brown und dann Prewster im letzten Angriff der regulären Spielzeit beim Stand von 65:65 nicht trafen, musste die Verlängerung entscheiden. In den zusätzlichen fünf Minuten hatte Kirchheims Corban Collins, den die Baskets zuvor gut kontrolliert hatten, das Sagen. Paderborns Youngster Luca Kahl, der nach guten Leistungen das komplette vierte Viertel auf der Bank geschmort hatte, konnte dann auch nichts mehr ausrichten. "Vom Einsatz her gibt es nichts zu bemängeln. Die Jungs können nun nicht mal besser spielen, als sie sind", resümierte Naechster in der Pressekonferenz und hatte sein Team "am Limit" gesehen. Das konnte Maxi Kuhle gestern nicht erreichen. Der Guard fehlte mit mit einer Muskelverletzung und wird heute näher untersucht. Alle Anzeichen deuten aber darauf hin, dass er in den letzten vier Spielen nicht mehr zum Einsatz kommt. Auch die nächste Serie - Paderborns 35. auf hohem Niveau - wird wohl ohne Kuhle stattfinden.

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