Paderborn Uni Baskets Paderborn verlieren in Hagen

Basketball: Das Endresultat schmeichelt den Paderbornern, die in der ersten Halbzeit enttäuschen

Jochem Schulze

Paderborn. Bei den Uni Baskets Paderborn ist in den vergangenen Tagen von einem möglichen Neuanfang die Rede gewesen. Der könnte beim Basketball-Zweitligisten in diesem Sommer und zur neuen Saison umfangreicher als gedacht ausfallen. Denn was die Akteure des aktuellen Kaders am Freitagabend beim Westfalen-Derby in Hagen in einer schwachen ersten Halbzeit anboten, kann nicht als ernst gemeinte Bewerbung für mögliche Vertragsverlängerungen verstanden werden. Dass die Paderborner nach dem 29:53-Pausenrückstand schließlich nur mit 84:94 verloren, machte die Sache auch nicht viel besser. Uli Naechster aber stellte die Moral seiner Mannschaft heraus. „Wir haben nach der Pause Intensität gezeigt und richtig gut gespielt", sagte der Paderborner Coach und bedauerte, dass sein Team in der ersten Halbzeit die freien Würfe nicht getroffen habe. Weil Maxi Kuhle erkrankt fehlte und auch am Sonntag gegen Kirchheim nicht spielen wird, hatte Naechster seine Start-Fünf erneut umgestellt. Luca Kahl, Devonte Brown, Phillip Daubner, Morgan Grim und Ethan O’Day begannen vor den 2.232 Zuschauern in der Ischelandhalle, gerieten aber bald ins Hintertreffen. Hagen gewann zerfahrene erste zehn Minuten mit 17:9 und erzielte zu Beginn des zweiten Viertels gegen nun hilflos wirkende Gäste 14 Zähler in Folge. Diese 31:9-Führung bauten die Hausherren, die auf ihren am Auge verletzten Playmaker Jonas Grof verzichten mussten, bis zum Seitenwechsel auf 53:29 aus. Nach dem Wiederbeginn kamen die Gäste etwas besser zurecht. Nun wurde phasenweise endlich engagierter verteidigt. Die freien Würfe fielen endlich. Zudem spielte den Uni Baskets in die Karten, dass Hagens Center Alex Herrera in Foulprobleme geriet und auch Javon Baumann nur sehr dosiert eingesetzt werden konnte. So kamen die Paderborner zum Ende des dritten Viertels auf 53:67 heran. Doch schon bald war es mit der Herrlichkeit vorbei. Fünf Minuten vor der Schluss-Sirene führte Phoenix wieder mit 85:65. Dann bekamen die Gäste die Möglichkeit zur Ergebniskosmetik. Viertelresultate: 17:9, 36:20, 14:24, 27:31. Uni Baskets: Brown (28), Grim (16), Daubner (9), Voigtmann (15), Buntic (0), Kahl (5), Wolf (0), O’Day (6), Prewster (5).

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