Paderborn Baskets verlieren mit einem Punkt

Zweitligist Paderborn verliert die Heimpartie gegen Hanau mit 75:76. Die Hausherren treffen ihre Dreier und ihre Freiwürfe nur mit schwachen Quoten

Jochem Schulze

Paderborn. Die Uni Baskets haben den vierten Heimsieg in Folge verpasst. Nachdem das Paderborner Zweitligateam zuletzt die Hamburg Towers (72:67), die Orange Academy Ulm (89:84) und die Baunach Young Pikes (80:78) im Sportzentrum Maspernplatz jeweils knapp geschlagen hatte, ging die Partie gegen die Hanau White Wings nun mit 75:76 (38:42) verloren. Paderborns Trainer Uli Naechster stellte das Endresultat nicht in Frage. "Hanau ist ein glücklicher, aber auch verdienter Sieger", sagte der 34-Jährige nach einer Partie, in der seine eigene Mannschaft den durchaus möglichen Erfolg durch eine insgesamt schwache Wurfquote vergeben hatte. So ließen die Paderborner an der Freiwurflinie neun von 31 Versuchen liegen. Die Dreierquote (7/31) ließ arg zu wünschen übrig. Die Distanzwurf-Spezialisten Devonte Brown, Georg Voigtmann, Phillip Daubner und Dominik Wolf versuchten es insgesamt 20 Mal aus der Ferne, trafen aber nur drei Würfe. Und während das direkte Duell zwischen Paderborns Playmaker Devonte Brown und seinem Vorgänger im Amt Chase Adams insgesamt ausgeglichen verlief, stellten die Gäste mit Till-Joscha Jönke den klar besten deutschen Akteur auf dem Parkett. Der Ex-Erstligaspieler markierte mit guter Quote 20 Punkte, sammelte neun Rebounds ein und verteilte fünf Assists. Der 26-Jährige trug eine Mannschaft, die nach dem frühen verletzungsbedingten Ausscheiden ihres US-Amerikaners Deonti Choice nur mit einer Siebener-Roation agierte. Und der fast die Luft ausgegangen wäre. Denn nach einem Dreier des Ex-Paderborners Paul Albrecht, der die Gäste nach 34 Minuten mit 67:57 und so erstmals auch zweistellig in Führung brachte, gerieten die Hessen in Foulprobleme. Die Uni Baskets witterten Morgenluft, drehten mit schönen Aktionen in nur vier Minuten mit einem 13:2-Lauf die Partie und hatten beim 70:69 plötzlich alle Trümpfe in der Hand. Nach einem umstrittenen und einem glasklaren Offensivfoul aber blieben die nächsten beiden Paderborner Angriffe ohne Punkte. Die Hanauer jedoch agierten erstaunlich abgezockt. Der Play-Off-Kandidat machte sechs Zähler in Serie zum 75:70, führte später 76:72 und nahm den letzten Wurf von Paderborns Dion Prewster, der mit der Schluss-Sirene per Dreier den Endstand herstellte, nur noch zur Kenntnis.

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