Paderborn Uni Baskets mühen sich gegen geschwächte Baunacher zu einem 80:78-Sieg

O’Day rettet den Tag: Der Center aus den USA avanciert mit 25 Punkten zum Matchwinner

Frank Beineke

Paderborn. Die Uni Baskets machten es am Freitagabend besser als die Drittliga-Fußballer des SC Paderborn, die eine 0:1-Pleite gegen RW Erfurt kassierten. Die Zweitliga-Basketballer von der Pader gewannen nämlich ihr Heimspiel gegen ein Schlusslicht. Allerdings mussten die 1.211 Zuschauer im Sportzentrum Maspernplatz bis zur letzten Sekunde zittern, ehe ein 80:78 (39:37)-Erfolg gegen die Baunach Young Pikes zu Buche stand. Und den hatte Paderborn vor allem einem überragenden Ethan O’Day zu verdanken. Der US-Center war mit 25 Punkten und sechs Rebounds der Mann des Abends. „Ethan hat einen super Tag erwischt", schwärmte Baskets-Coach Uli Naechster. Die personellen Vorzeichen hatten klar für die Hausherren gesprochen. Denn während Uli Naechster aus dem Vollen schöpfen konnte, musste Baunachs Trainer Mario Dugandzic auf vier wichtige Spieler verzichten. So waren Nachwuchs-Ass Louis Olinde und Eddy Edigin, die zusammen immerhin auf 22 Punkte und elf Rebounds pro Partie kommen, für Kooperationspartner Bamberg beim Euroleague-Spiel in Istanbul im Einsatz. Zudem fehlten die Youngster Henry Drell und Kay Bruhnke. Dafür aber legten die verbliebenen Baunacher eine Schippe drauf. „Das ist wirklich ein extrem talentiertes Team", staunte Ethan O’Day über das junge Team aus dem Frankenland. Die Uni Baskets legten zudem mal wieder einen ihrer gefürchteten Fehlstarts hin. Nach vier Minuten wurde ein 2:12 notiert. Immerhin bügelten die Gastgeber diesen Lapsus schnell wieder aus. Ein Buzzer-Beater-Dreier von Maxi Kuhle bescherte den Baskets beim 18:17 (9.) die erste Führung. Im zweiten Viertel nutzte dann Ethan O’Day die Paderborner Vorteile unter dem Korb aus. Der 2,06-Meter-Mann erzielte in nur vier Minuten acht Punkte und sorgte so maßgeblich für eine Paderborner 31:24-Führung (14.). Baunach aber blieb hartnäckig und hielt die Partie dank des starken Trios McDowell-White, Taras und Fowler, das den Baskets satte 52 Zähler einschenkte, offen. Hinzu kamen die Unzulänglichkeiten im Spiel der Paderborner, die in der Offensive phasenweise wieder viel zu kopflos zu Werke gingen. So ging es nur mit einem hauchdünnen 39:37-Vorsprung für die Hausherren in die Kabinen. Und es blieb auch nach dem Wechsel spannend. Zwar punkteten die Baskets weiter fleißig am Brett. Doch insbesondere dank ihrer Distanzwurf-Qualitäten ließen sich die Young Pikes einfach nicht abschütteln. Vor dem Schlussviertel blieb es damit bei der knappen Zwei-Punkte-Führung (59:57). Zum Glück hatten die Baskets noch einen Ethan O’Day. Die Gastgeber spielten nun konsequent über den Center, der im letzten Abschnitt mit seinen Punkten Nummer 24 und 25 für eine 75:67-Führung (36.) sorgte. „Ich hatte aber auch einen leichten Job, denn die Jungs haben mich prima in Szene gesetzt", gab sich der US-Boy, der 10 seiner 13 Feldwürfe traf, betont bescheiden. Die Messe war aber noch lange nicht gelesen, denn Baunach glich zwei Minuten vor Schluss zum 76:76 aus. Baskets-Guard Devonte Brown markierte dann 4,4 Sekunden vor dem Ende das 80:78. Diesmal hatte Baunach keine Antwort mehr, denn Taras scheiterte mit einem schwierigen Dreier in der Schluss-Sekunde. „Ein mega-wichtiger Sieg gegen einen ganz unangenehmen Gegner", atmete Maxi Kuhle tief durch. Denn nun ist der Klassenerhalt so gut wie gesichert.

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