Paderborn Buntic steht vor dem Comeback

Basketball: Nach einem Ellenbogenbruch drohte dem Center der Uni Baskets das Saison-Aus

Frank Beineke

Paderborn. Das Zweitliga-Heimspiel gegen Köln war für Ivan Buntic doppelt schmerzhaft. Zum einen kassierte der Center der Uni Baskets Paderborn am 11. November mit seinem Team eine 61:72-Heimpleite. Zum anderen zog sich Buntic einen Ellenbogenbruch im rechten Arm zu. Dem 27-Jährigen drohte sogar das Saison-Aus. Doch nun soll Buntic schon an diesem Samstag im Heimspiel gegen die Orange Academy Ulm (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) sein Comeback feiern. "Ich hatte noch einmal Glück im Unglück", sagt der 2,08 Meter große Brettspieler, dem eine Operation erspart blieb. Der Bruch hatte sich nicht verschoben. "Es ist alles gut wieder zusammengewachsen", so Buntic. Schmerzhafte Erfahrungen blieben dem treuen Baskets-Akteur, der seit der Saison 2014/15 für Paderborn spielt, in den vergangenen Wochen dennoch nicht erspart. Denn von der Bank aus sah Buntic so manchen schwachen Auftritt seiner Teamkollegen, die weiter die nötige Konstanz vermissen lassen. Guten Leistungen folgten in unschöner Regelmäßigkeit grottenschlechte Vorstellungen wie in den vergangenen beiden Auswärtsspielen in Chemnitz und Nürnberg. "Wir müssen als Team geschlossener auftreten und die Sachen, die wir uns vornehmen, konsequent zu Ende bringen", fordert der 28-Jährige und wirbt zugleich um Verständnis: "Nach der guten letzten Saison ist man aber auch ein wenig verwöhnt. Da waren wir viel eingespielter. Nun mussten wir uns erst finden." Unter den fehlenden Automatismen litt auch das Spiel des 115-Kilo-Mannes. Denn in den acht Partien, die Buntic bis zu seiner Verletzung bestritten hatte, konnte der Center nicht an die Form der Spielzeiten 2015/16 und 2016/17 anknüpfen. "Ich bin unzufrieden mit meinen Leistungen", gibt sich Buntic selbstkritisch. Und so erwartet auch Chefcoach Uli Naechster gerade nach der langwierigen Verletzung keine Wunderdinge von seinem Spieler mit der Nummer 14. "Man sollte die Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Aber Ivan kann ein wichtiger Anker in der Verteidigung sein. Wir haben nicht so viele Spieler im Kader, die sich in erster Linie über die Defensive definieren. Er ist körperlich stark und geht hart zum Rebound", urteilt Naechster. Und gerade der Einsatzwillen und die körperliche Robustheit ließen in dieser Saison oft zu wünschen übrig. "Die Führungsspieler sind jetzt gefragt. Und Ivan ist jemand, der uns mit seiner Erfahrung helfen kann", so der Baskets-Coach. Anfang Januar hatte Buntic erstmals wieder einen Basketball in die Hand genommen. Seit gut einer Woche befindet er sich voll im Teamtraining. "Es wird von Training zu Training besser", sagt der 28-Jährige und hofft, dass er am Samstag mit seinen Teamkollegen den fünften Heimsieg feiern kann. Buntic selbst wird in den nächsten Wochen Gas geben, um sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen. "Ich kann mir einen Verbleib in Paderborn gut vorstellen", erklärt der Baskets-Center und fügt schmunzelnd an: "Aber ich bin offen für alles."

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