Paderborn Voigtmann beendet Verletzungspause

Basketball: Der längste Akteur des Zweitligisten Paderborn kehrt am morgigen Samstag beim Gastspiel in Chemnitz in das Aufgebot von Uli Naechster zurück

Jochem Schulze

Paderborn. Das war eine ganz neue Erfahrung für Georg Voigtmann. Der Center des Zweitligisten Uni Baskets Paderborn hat tatsächlich zum ersten Mal in seiner Karriere verletzungsbedingt während einer laufenden Serie pausiert. "Ich bin sonst nur einmal in Jena in der Vorbereitung ausgefallen", sagt der 2,13-Meter-Mann, der beim Baskets-Gastspiel in Chemnitz am morgigen Samstag (Anwurf 19 Uhr) sein Comeback feiert. Voigtmann war am 16. Dezember des Vorjahres beim Paderborner 79:72-Erfolg gegen Baunach in Bamberg umgeknickt und hatte sich einen doppelten Bänderriss zugezogen. Anschließend verpasste der 23-Jährige die Partien gegen Heidelberg (64:73), in Heidelberg (79:75), in Nürnberg (46:71) und gegen Hamburg (72:67). Die vergangenen vier Wochen aber lag der gebürtige Thüringer nicht auf der faulen Haut. "Ich konnte relativ viel machen und habe an meinen Defiziten gearbeitet" betont Voigtmann und spricht sein verbesserungsfähiges Ballhandling an. In den Wochen über Weihnachten und den Jahreswechsel hat der längste Spieler im Paderborner Aufgebot seine Teamkameraden in den Partien nach Kräften unterstützt. "Ich habe versucht zu helfen, wo es geht", sagt Voigtmann, der im Team zuletzt einen echten Aufwärtstrend beobachtet hat. "Unser Spiel ist intuitiver geworden. Weil jetzt jeder weiß, wie der andere sich bewegt, ist mehr Spielfluss hineingekommen", erklärt der frühere Würzburger und ist froh, dass mit Dion Prewster und Ethan O'Day zwei nachverpflichtete Akteure zusätzliche Qualitäten in den Kader gebracht hätten. "Das sind zwei Spielertypen, die wir zuvor nicht hatten. Dion und Ethan bringen uns wirklich weiter", sagt Voigtmann, der seit dem Montag wieder voll trainiert. Erst am gestrigen Donnerstag stieg auch Ivan Buntic wieder in den geregelten Übungsbetrieb ein. Der Center hatte sich am 11. November in der Heimpartie gegen Köln (61:72) den Ellenbogen gebrochen. "Über einen Einsatz von Ivan werden wir am Samstag kurzfristig entscheiden", sagt Uli Naechster. Der Baskets-Cheftrainer ist froh, dass bereits das Voigtmann-Comeback eine größere Flexibilität auf den deutschen Positionen ermögliche. Wenn auch Buntic wieder mitspielt, verfügt Naechster über eine Elfer-Rotation. Und hat eine neue Aufgabe: "Die tiefe Rotation müssen wir zu unserer Stärke machen".

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