Paderborn Paderborns Brown sucht die Balance

Für das Heimspiel gegen Hamburg am morgigen Freitag nimmt er sich selbst und die Mannschaftskameraden in die Pflicht

Jochem Schulze

Paderborn. Die Uni Baskets Paderborn haben in der aktuellen Zweitligaserie bereits 14 Spieler eingesetzt. Vier Akteure haben alle 17 Partien absolviert. Keiner stand dabei länger auf dem Feld als Devonte Brown. Der US-Amerikaner, der vor Serienbeginn aus Bosnien an die Pader gewechselt war, kommt im Schnitt auf 29 Minuten. Mit den Einsatzzeiten ist der 1,88-Meter-Mann durchaus zufrieden. Mit seinen eigenen Leistungen nicht immer. "Es ist manchmal schwierig. Ich muss die Balance finden. Einerseits ist das Spiel zu organisieren, andererseits sind eigene Punkte zu erzielen", sagt der Guard und verweist auch auf sein Alter. "Ich bin jetzt 25. Da kann man im Basketball immer noch dazulernen", betont Brown, der nach der kollektiv schwachen Leistung bei der jüngsten 46:71-Niederlage in Nürnberg erst einmal eine Lanze für Uli Naechster bricht. "Das hat nicht am Trainer gelegen. Die schwache Vorstellung müssen wir Spieler auf unsere Kappe nehmen", rückt der Mann aus dem US-Bundesstaat Louisiana die Verhältnisse zurecht. "Wir trainieren gut. Aber wir setzen im Spiel immer wieder unsere Vorgaben nicht um", gibt Brown zu und macht für die Heimpartie gegen die Hamburg Towers am morgigen Freitag (19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) einige Verbesserungsvorschläge. "Alle Spieler, egal ob klein oder groß, müssen sich gegenseitig helfen. Und wir müssen alle gemeinsam zusehen, dass unsere großen Akteure angesichts der Verletzungsprobleme auf diesen Positionen nicht zu schnell in Foultrouble kommen", betont der Playmaker, der noch ein weiteres Manko aufzählt: "Wenn wir in der Offensive schlecht treffen, neigen wir dazu, auch in der Defensive zu schludern". Naechster hat im Lauf der Serie immer wieder Gespräche mit Brown geführt. "Am Anfang der Spielzeit hat Devonte zwischen seinen Rollen etwas in der Luft gehangen. Zuletzt aber ist er auch offensiv stabiler geworden", sagt der Trainer über seinen Regisseur, der im Schnitt pro Spiel mit 11,7 Punkten, 5,4 Rebounds und 2,4 Assists notiert wird. Und der manchmal den Ball zu lange in den eigenen Händen hält. Das macht der eine oder andere seiner 13 Mitspieler aber auch.

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