Laufduell: Devonte Brown (l., gegen William McDowell-White) traf in der Schlussminute einen schweren Dreier zum 77:72. - © Alfred Weinkauf/Sportpress
Laufduell: Devonte Brown (l., gegen William McDowell-White) traf in der Schlussminute einen schweren Dreier zum 77:72. | © Alfred Weinkauf/Sportpress

Paderborn Paderborns Basketballer erfüllen die Pflicht

Zweitligist Paderborn gewinnt gegen Schlusslicht Baunach nach einem ganz schwachen Start mit 79:72. Voigtmann verlängert die Verletztenliste

Jochem Schulze

Paderborn. In der Tabelle der 2. Basketball-Bundesliga werden die Uni Baskets nach dem vorletzten Hinrundenspieltag auf dem zwölften Platz geführt. Die Teams aus Nürnberg, Ulm, Ehingen und Baunach rangieren noch hinter den Paderbornern. Die können im Kampf um den Klassenerhalt mit einem wichtigen Pfund wuchern. Denn das Team von Uli Naechster hat alle vier Kellerkinder geschlagen und ist bei den direkten Vergleichen auf einem guten Weg. Der 79:72-Sieg, den die Paderborner am Samstag in Bamberg gegen Baunach feierten, sorgte auch mit Blick auf die beiden Weihnachtsspiele gegen Heidelberg für einige Erleichterung. "Wir haben gezeigt, dass wir uns im Lauf einer Begegnung steigern können. Meine Mannschaft hat sich zusammengerauft und den Sieg erkämpft", sagte Baskets-Cheftrainer Uli Naechster nach 40 Minuten, in denen seine Mannschaft zunächst wie ein Absteiger agiert hatte. Die Baunacher, die zuvor nur ein Spiel gewonnen hatten und auf Louis Olinde verzichten mussten, trafen fast nach Belieben. Paderborn spielte unkonzentriert und fahrig. Beim 18:34 (12.) schien sich ein Debakel abzuzeichnen. Dann aber packten die Baskets in der Verteidigung endlich zu, fassten in der Offensive neues Zutrauen und kamen bis zur Pause auf neun Zähler heran. Nach dem Wechsel ergriff Morgan Grim die Initiative. Der Baskets-Kapitän erzielte im dritten Viertel elf Punkte. Vor dem Schlussabschnitt lagen die Domstädter nur noch mit 57:58 zurück. Als Grim bei einer 65:63-Führung nach seinem vierten Foul auf die Bank ging, fand sich mit Maxi Kuhle, Phillip Daubner, Devonte Brown, Dion Prewster und Ethan O?Day eine Fünf, die gegen immer konfuser anrennende Baunacher den wichtigen fünften Saisonsieg einfuhr. "Die Verteidigung war der Schlüssel zum Sieg", sagte Naechster. Dessen Schützlinge ließen nach dem Seitenwechsel nur noch 29 Punkte zu. Zu den neun Ballverlusten, die sich die Paderborner vor der Pause geleistet hatten, gesellten sich in den zweiten 20 Minuten nur noch fünf weitere. Georg Voigtmann konnte da nur noch zusehen. Der längste Spieler im Aufgebot war bereits im zweiten Viertel umgeknickt und soll heute eingehend untersucht werden. Für die Partien gegen Heidelberg am Freitag und in Heidelberg am zweiten Feiertag sieht es aber nicht gut aus. So wird wohl Melvin Jostmann und vielleicht auch Miles Osei in den Kader rücken. Vor Voigtmann hatten sich bereits Ivan Buntic und Dominik Wolf verletzt.

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