In der Favoritenrolle: Paderborns Trainer Uli Naechster tritt mit seinen Uni Baskets an diesem Samstag in Bamberg gegen Baunach an. Die Hausherren sind Tabellenletzter. - © Marc Köppelmann
In der Favoritenrolle: Paderborns Trainer Uli Naechster tritt mit seinen Uni Baskets an diesem Samstag in Bamberg gegen Baunach an. Die Hausherren sind Tabellenletzter. | © Marc Köppelmann

Paderborn Bilanz der Baskets gleicht denen der Vorjahre

Ein Sieg gegen Baunach könnte aber als Befreiungsschlag taugen

Jochem Schulze

Paderborn. Der Appell von Maxi Kuhle ist ungehört verhallt. "Ich kann es nicht mehr hören. Die Voraussetzungen haben sich doch grundlegend geändert", sagte der Guard des Zweitligisten Uni Baskets Paderborn im Vormonat. Kuhle bezog sich auf die Vergleiche, die zwischen den Mannschaften der Spielzeit 2016/17 und 2017/18 angestellt worden waren. Das Vorserienteam um Till Gloger, Matt Vest und Chase Adams hatte mit einer Saisonbilanz von 14:16 Siegen die Play-Offs nur knapp verpasst. Die aktuelle Mannschaft bilanziert 4:9 Erfolge, kann aber beim Auswärtsspiel gegen die Young Pikes Baunach in der Bamberger Stauffenberghalle nachlegen. Anwurf ist an diesem Samstag um 19 Uhr. "Das ist für uns ein Brot-und-Butter-Spiel", sagt Baskets-Trainer Uli Naechster über die Aufgabe beim Tabellenletzten. Baunach hat von 13 Partien nur eine (83:73 gegen Heidelberg) gewonnen und gegenüber der Vorserie auch an spielerischer Qualität verloren. "Wir haben bislang alle Teams, die unter uns platziert sind, auch geschlagen", schöpft Naechster aus den Siegen über Nürnberg, Ulm und gegen Ehingen Zuversicht. "Ein Sieg über Baunach könnte für uns zu einem Befreiungsschlag werden", sagt Dominik Meyer. Der Uni-Baskets-Geschäftsführer kann die in Teilen des Publikums und des Umfelds gehegten "Sehnsüchte nach einer Play-Off-Teilnahme" verstehen, sieht aber weiterhin im frühzeitigen Klassenerhalt das vorrangige Saisonziel. Anderes sei angesichts der finanziellen Voraussetzungen auch nicht realistisch. "Wir konnten unseren Etat erhöhen. Das haben die anderen Teams jedoch auch getan. Und so ist die Lücke zu den Vereinen, die auf den Play-Off-Plätzen liegen, nicht kleiner geworden", betont Meyer und ist froh, dass die Baskets nach der langwierigen Verletzung von Ivan Buntic mit Ethan O'Day einen Spieler nachverpflichten konnten. So etwas sei in den Vorserien nicht ohne weiteres möglich gewesen. In denen fiel auch die Bilanz zumeist schlechter aus als in der "Ausnahmesaison" 2016/17. Nach dem Erstligaabstieg waren die Bilanzen nur in den Spielzeiten 10/11 (15:14 Siege) und 11/12 (16:12 Siege) positiv. In 12/13 (12:18 Siege), 13/14 (10:20 Siege), 14:15 (11:19 Siege) und 15/16 (11:19 Siege) aber standen die Baskets vor Weihnachten nicht anders da als jetzt.

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