Begeisterung sieht anders aus: Paderborns Cheftrainer Uli Naechster (l.) und sein "Co" Martin Krüger hatten nach der klaren Niederlage beim Aufsteiger in Karlsruhe so manches zu notieren. - © Markus Brändli
Begeisterung sieht anders aus: Paderborns Cheftrainer Uli Naechster (l.) und sein "Co" Martin Krüger hatten nach der klaren Niederlage beim Aufsteiger in Karlsruhe so manches zu notieren. | © Markus Brändli

Paderborn Uni Baskets Paderborn werden kalt erwischt

Basketball: Zweitligist Paderborn liegt beim Aufsteiger bereits mit 45:91 zurück und kann noch auf ein 82:104 abschwächen. Weil Ehingen gegen Trier gewinnt, schmilzt der Vorsprung nach unten auf zwei Zähler

Jochem Schulze

Paderborn. Die Uni Baskets Paderborn haben ihre Zweitligapartie bei den Karlsruhe Lions mit 82:104 verloren. Das Endresultat gibt das Geschehen des Samstagabends jedoch nur unzureichend wieder. Die Gäste waren mit der 22-Punkte-Niederlage bestens bedient. Denn die Karlsruher ließen in den letzten zwölf Spielminuten und nach einem 91:45-Vorsprung Gnade vor Recht ergehen. "Das war ein Klassenunterschied. Wir waren viel zu lieb und viel zu brav", sagte Uli Naechster nach dem Ende einer Begegnung, die bereits beim 20:4 nach 4 Minuten und 24 Sekunden entschieden war. Die athletischen Karlsruher spazierten gegen nicht einmal halbherzig verteidigende Uni Baskets immer wieder in Richtung Korb und schlossen mit guten Quoten ab. Eine erste Auszeit Naechsters (13:4; 3 Minuten und 11 Sekunden) verpuffte. Bis zur Pause baute der Neuling den Vorsprung weiter aus. Wer als Freund des Paderborner Basketballs nach dem Seitenwechsel auf Besserung gehofft hatte, sah sich schwer enttäuscht. Es kam sogar noch schlimmer. Die Uni Baskets leisteten für acht Minuten keinerlei Widerstand mehr und luden das Team von Michael Mai zu einem 29:4-Lauf ein. Dann hatte Karlsruhes Cheftrainer genug gesehen und verteilte die Einsatzzeiten neu. Bis dahin war klar geworden, dass die Paderborner der Spielzeit 17/18 gegen einen athletisch klar überlegenen Gegner keine ernsthafte Siegchance besitzen. "Karlsruhe liegt uns nicht. Die haben ihre immense Qualität ausgespielt und waren uns im Fast-Break-Spiel und beim Rebound überlegen", sagte Naechster und räumte einen "Klassenunterschied" ein. Karlsruhe habe sich phasenweise in einen Rausch gespielt. Der Paderborner Cheftrainer richtete den Blick voraus. "Wir haben vor Weihnachten noch die Spiele gegen Hagen, in Baunach und gegen Heidelberg. Wir brauchen jetzt Siege, um den Abstand nach unten zu wahren", betonte Naechster. Dessen Team hat nach dem Ehinger 84:76-Heimerfolg über Trier aktuell noch zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Die Adventszeit wird spannend.

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