Im Zwiegespräch: Georg Voigtmann (l.) und Morgan Grim hatten am jüngsten Paderborner Heimsieg über Trier ihren Anteil. Die beiden Brettspieler waren nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ivan Buntic zusätzlich gefordert. - © Marc Köppelmann
Im Zwiegespräch: Georg Voigtmann (l.) und Morgan Grim hatten am jüngsten Paderborner Heimsieg über Trier ihren Anteil. Die beiden Brettspieler waren nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ivan Buntic zusätzlich gefordert. | © Marc Köppelmann

Paderborn Paderborns Center Voigtmann ist im Aufwind

Basketball: Georg Voigtmann profitiert im Paderborner Zweitligateam auch von einem beschleunigten Angriffsspiel. Der Neuzugang hat seinen Platz gefunden und traf zuletzt dreimal in Folge zweistellig

Jochem Schulze

Paderborn. Das Ritual ist den Stammbesuchern im Sportzentrum Maspernplatz gut bekannt. Nach einem Heimsieg der Uni Baskets darf jeweils der zuvor auffälligste Akteur des Zweitligateams den "Paderboooahn"-Wechselgesang mit den Fans anstimmen. Nach dem 93:92-Erfolg über Trier waren Maxi Kuhle und Georg Voigtmann in der Verlosung. Weil Kuhle dieses Vergnügen aber bereits in der Vorserie ausgekostet hatte, war nun Neuzugang Voigtmann an der Reihe. Der gebürtige Thüringer hatte zuvor sein bestes Spiel im Trikot der Paderborner abgeliefert. "Ich musste hier ein paar Startschwierigkeiten überwinden. Doch inzwischen habe ich meinen Platz im Team gefunden", sagte der 23-Jährige nach einer Partie, in der er mit 20 Zählern eine neue Saisonbestmarke aufgestellt hatte. Der 2,13-Meter-Mann stand mehr als 36 Minuten auf dem Parkett, übernahm Verantwortung und traf mit guten Quoten wichtige Würfe. Dass am Ende jedoch auch sieben Ballverluste auf seinem Konto standen, wurmte Voigtmann sehr. "Das darf mir natürlich nicht passieren", sagte der Center und dankte seinen Teamkollegen, die nach manchen Fehlpässen den Ball sofort zurückerobert hätten. Der Neuzugang, der gegen Trier zum dritten Mal in Folge zweistellig traf, profitiert auch von einer Neuausrichtung des Angriffsspiels. "Wir haben unter den Körben einen Masse-Nachteil. Unsere großen Spieler haben aber einen Geschwindigkeitsvorteil. Den wollen wir ausspielen", sagt Uli Naechster. Paderborns Trainer hat ein schnelleres Umschaltspiel angemahnt und Voigtmann das Sprinten nahegelegt. So war der Ex-Würzburger bei den Paderborner Schnellangriffen stets mit dabei und kam auch zu einigen vergleichsweise leichten Punkten. Für die schweren Sachen war dann Morgan Grim zuständig. Wie der dienstälteste Baskets-Profi in der Verlängerung die Verantwortung übernahm und sein Team letztlich zum Sieg führte, war eines Kapitäns würdig. Den Wechselgesang hatte Grim aber bereits oft genug angestimmt.

realisiert durch evolver group