Paderborn Unverwüstlich im Dress der Uni Baskets Paderborn

Basketball: Morgan Grim absolviert bereits seine fünfte Saison für den Zweitligisten. Seit dem Sommer 2013 hat der US-Amerikaner nur in einem Pflichtspiel gefehlt

Jochem Schulze

Paderborn. Der Profi-Basketball in Deutschland ist schnelllebig geworden. Kaum ein Akteur unterschreibt noch einen Vertrag, der länger als ein Jahr gilt. Doch es gibt Ausnahmen. Eine davon ist Morgan Grim. Der US-Amerikaner spielt seit dem Sommer 2013 für den Zweitligisten Paderborn. Inzwischen führt der 28-Jährige die Uni Baskets als Kapitän auf das Feld. Und ist in dieser Rolle auch im morgigen Gastspiel bei den White Wings Hanau (Anwurf 19 Uhr) gefordert. „Morgan ist der älteste Akteur in meinem Aufgebot. Er ist von Jahr zu Jahr vielseitiger geworden und für uns in jeder Hinsicht ganz wertvoll", sagt Baskets-Trainer Uli Naechster über den Mann, der nach den ersten eher unglücklich verlaufenen Profistationen in Island und Estland an der Pader sein Glück gefunden hat. Und der mit einer mehr als nur robusten Gesundheit ausgestattet ist. Der geradezu „Unverwüstliche" hat von den insgesamt 127 Pflichtspielen seit seinem Wechsel nach Paderborn nur ein einziges verpasst. Im Januar 2017 musste Grim bei der Partie in Kirchheim erkrankt aussetzen.. „In bestimmt 30 anderen Begegnungen war er oft mächtig angeschlagen. Aber er hat immer die Zähne zusammengebissen", lobt Naechster seinen 2,03-Meter-Mann, der erst beim jüngsten 74:70-Heimsieg über Ehingen seine Führungsqualitäten unter Beweis gestellt hatte. „Der Sieg war sehr wichtig. Wir haben uns so die Chance erhalten, weiter in Richtung Play-Offs schauen zu dürfen", erklärt Grim und weiß, dass er als Kapitän bei der Integration von insgesamt vier Neuzugängen wichtige Arbeit verrichtet. „Wir sind ein Team, das immer weiter zusammenwächst. Noch sind wir aber dabei, uns in den neuen Rollen zurechtzufinden", bittet auch der Mann aus Utah, der nach dem Ende der vergangenen Zweitligaserie auch noch 13 Spiele für den neuseeländischen Erstligisten Nelson Giants absolviert hatte, um etwas Geduld. Eine sechste Saison in Paderborn will Grim nicht ausschließen. Derzeit liegt er in der „Ami"-Rangliste noch mit Steve Esterkamp, der von 2004 bis 2009 für die Baskets spielte, gleichauf. Der Flügel, der jetzt den Drittligisten Wolfenbüttel trainiert, hat Grim aber eines voraus: Esterkamp schaffte es bis in die Play-Offs.

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