Ein Mann mit Emotionen: Doug Spradley gibt an der Seitenlinie die Richtung vor. Am Samstag kehrt der ehemalige Paderborner an seine alte Wirkungsstätte zurück. - © Ewert/imago
Ein Mann mit Emotionen: Doug Spradley gibt an der Seitenlinie die Richtung vor. Am Samstag kehrt der ehemalige Paderborner an seine alte Wirkungsstätte zurück. | © Ewert/imago

Paderborn Paderborn vor Wiedersehen mit EX-Trainer Doug Spradley

Jochem Schulze

Paderborn. Doug Spradley ist im Paderborner Basketball immer noch eine feste Größe. Der gebürtige US-Amerikaner führte die Baskets im Jahr 1994 als Spieler und im Jahr 2006 als Trainer jeweils zum Erstligaaufstieg. Die 50 Siege in Folge, die der heute 51-Jährige mit den Paderbornern feierte, bleiben für alle Ewigkeiten Zweitligarekord. Am Samstag ab 19.30 Uhr kehrt Spradley als Cheftrainer von Rasta Vechta zu seiner alte Liebe zurück. Dann hat er als Coach des Zweitliga-Tabellenführers im Sportzentrum gegen die Uni Baskets eine Serie zu verteidigen. Nach dem Abschied aus Paderborn im Frühsommer 2009 war der Mann aus dem US-Bundesstaat Washington zweimal am Maspernplatz zu Gast. Im Oktober 2009 gewann er mit den Eisbären Bremerhaven die Erstligapartie 98:74. Im März 2015 siegte er mit dem Zweitligatabellenführer Würzburg 69:49. Anschließend stieg er mit den Mainfranken in die 1. Liga auf. Genau dieses Ziel hat Spradley auch mit Vechta im Sinn. Nachdem er die Niedersachsen im Februar übernahm, aber nicht mehr vor dem Erstligaabstieg retten konnte, soll nun die sofortige Rückkehr ins Oberhaus gelingen. Die Sache lässt sich - auch dank guter finanzieller Voraussetzungen - gut an. An den ersten fünf Spieltagen gelangen fünf Siege. Rasta ist als einziges Team der Liga noch ohne Punktverlust. "Ich habe bei der Auswahl der Spieler auf den nötigen Basketballverstand geachtet. Wir sind in der Lage, in der Defensive auch komplizierte Sachen zu machen", sagt Spradley, der neun Neuzugänge integrieren muss. "Das braucht alles seine Zeit", betont der Mann, der seit dem Jahr 1998 die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt und sich auf die Rückkehr freut. "Paderborn ist meine zweite Heimat", stellt er fest und fiebert dem Wiedersehen mit vielen alten Bekannten entgegen. Einige hatte er bereits Anfang September bei der Vorbereitungspartie zwischen Paderborn und Vechta begrüßt. Spradleys Team gewann das Werbespiel in Osnabrück mit 81:60. "Das war kein Maßstab. Beide Mannschaften waren nicht komplett", sagt der Trainer, der in Vechta nach Paderborn (2001 bis 2009), Bremerhaven (2009 bis 2013) und Würzburg (2014 bis 2016) seine vierte Station absolviert. Und jetzt in Paderborn den sechsten Saisonerfolg in Serie anstrebt. 50 werden es aber wohl nicht mehr werden.

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