Paderborn Voigtmann wird für Paderborns Korbjäger immer wichtiger

In der Defensive und im Rebound sieht der 2,13-Meter-Mann noch Potenzial

Jochem Schulze

Paderborn. Die Uni Baskets Paderborn sind mit vier Neuzugängen in die aktuelle Zweitligaserie gestartet. Neben den US-Amerikanern Devonte Brown, Thomas Cooper und Armani Cotton ist Georg Voigtmann der einzige einheimische Akteur in diesem Quartett. Und steht als längster Spieler im Team von Uli Naechster naturgemäß unter besonderer Beobachtung. Der 2,13-Meter-Mann lässt sich davon auch vor der Heimpartie gegen die Niners Chemnitz (morgen, Samstag, 19.30 Uhr, Sportzentrum Maspernplatz) nicht kirre machen. "Ich muss nicht 20 Punkte machen, um glücklich zu sein. Viel wichtiger ist, dass wir als Team erfolgreich sind", sagt der 23-Jährige, der beim jüngsten Paderborner Sieg in Ulm seine bislang beste Saisonleistung zeigte. "Von Georg kommt von Woche zu Woche mehr. Er ist ein wichtiger Faktor in unserem Team und hatte auch schon beim Heimsieg über Nürnberg gute Aktionen in wichtigen Phasen", sagt Naechster über den gebürtigen Eisenacher. Der hatte in der thüringischen Handball-Hochburg zunächst dem Spiel mit dem kleineren Ball gefrönt und war erst vergleichsweise spät zur Korbjagd gekommen. Georgs Bruder Johannes war das nicht viel anders ergangen. Der zwei Jahre ältere und zwei Zentimeter kleinere Voigtmann ist ebenfalls ein Spätberufener, spielt aber inzwischen sogar für den spanischen Erstligisten Vitoria und die deutsche Nationalmannschaft. "Johannes ist mein Vorbild. Ich tausche mich regelmäßig mit ihm aus", sagt der jüngere Bruder. Und hat sich mit dem Spanien-Profi bestimmt auch schon über seinen eigenen Wurf unterhalten. "Ich komme über den Wurf. Wenn der nicht passt, gerate ich schon Mal ins Stocken", sagt der Paderborner Neuzugang in aller Ehrlichkeit und weiß, dass er auch im Defensivverhalten und im Rebounding noch weiteres Potenzial besitzt. Dieses abzurufen aber werde nach den beiden jüngsten Siegen leichter fallen. Dieses Gefühl wird auch seinen drei US-Kollegen inzwischen nicht mehr fremd sein.

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