Applaus, Applaus: Baskets-Präsident Christoph Schlösser (r.) und Geschäftsführer Dominik Meyer können mit der Serie 16/17 zufrieden sein. Der sportliche Erfolg ist da. Die Zuschauerzahlen boomen. - © Marc Köppelmann
Applaus, Applaus: Baskets-Präsident Christoph Schlösser (r.) und Geschäftsführer Dominik Meyer können mit der Serie 16/17 zufrieden sein. Der sportliche Erfolg ist da. Die Zuschauerzahlen boomen. | © Marc Köppelmann

Paderborn Paderborns Basketballer freuen sich auf ein furioses Saisonfinale

Zweitligist erwartet im Heimspiel gegen Weißenfels deutlich mehr als 2.000 Besucher

Jochem Schulze

Paderborn. Am 1. Oktober des Vorjahres sind zum ersten Saison-Heimspiel der Uni Baskets gegen die Nürnberg Falcons 996 Zuschauer gekommen. Wenn die Paderborner am morgigen Samstag (19.30 Uhr) mit der Heimpartie gegen den Mitteldeutschen BC die Zweitliga-Normalrunde abschließen, werden mehr als doppelt so viele Menschen in das Sportzentrum Maspernplatz strömen. Basketball ist in Paderborn wieder "in". Das ist einer Baskets-Mannschaft zu verdanken, die im Verlauf dieser Saison eine erstaunliche sportliche Entwicklung genommen hat und vor dem 30. Spieltag noch Chancen auf eine Play-Off-Qualifikation besitzt. Die Fans sind heiß auf das Endspiel. "Wir haben bereits mehr als 1.300 Tickets abgesetzt. Auf der Haupttribüne sind nur noch einzelne Plätze frei", sagte Dominik Meyer am gestrigen Donnerstag. Der Uni Baskets-Geschäftsführer erklärte, dass die im Regelfall für die Gästefans reservierte Westtribüne nun komplett für die Paderborner Zuschauer freigegeben wird. Die Weißenfelser Anhänger, die in recht überschaubarer Zahl den souveränen Tabellenführer begleiten, erhalten Plätze auf der Haupttribüne. "Wer noch keine Karte besitzt, sollte am Samstagabend rechtzeitig erscheinen", betonte Meyer, der noch deutlich mehr Zuschauer als im vergangenen Heimspiel gegen Hanau erwartet. Beim 88:63-Heimsieg über die White Wings hatten die Uni Baskets 2.144 Besucher gezählt. Morgen sollen bis zu 2.800 Menschen im Sportzentrum unterkommen können. Viele kommen in Erwartung eines großen Basketballfestes. Diese Feier will das Team von Uli Naechster auch unbedingt bieten. "Die Rollen sind klar verteilt. Individuell sind die Weißenfelser besser. Wir aber werden alles in die Waagschale werfen", sagt der Coach. Der möchte der Paderborner Basketball-Historie ein neues Kapitel hinzufügen. So ist das letzte Heimspiel der Zweitliga-Serie 2010/11 unvergessen. Ein gewisser Martin Samarco traf mit dem letzten Wurf zum 84:82-Heimerfolg über den FC Bayern München und entfachte im Sportzentrum einen Jubelsturm sondergleichen. Zwei Jahre zuvor hatte ein Paderborner Erstligateam unter Coach Doug Spradley in der letzten Heimpartie die BG Göttingen zu Gast. Paderborn gewann dank des später tragisch ums Leben gekommenen Lavelle Felton mit 72:71 und zog in die Play-Offs ein. Morgen reicht aber ein eigener Sieg allein nicht. Auch die Nürnberg Falcons müssen mitspielen und Köln besiegen.

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