Paderborn Paderborn freut sich aufs kleine Finale in Köln

Basketball: Beim Zweitligisten läuft alles nach Plan

Jochem Schulze

Paderborn. Vor dem Serienbeginn haben die Verantwortlichen der Uni Baskets Paderborn ein etwas forsches Saisonziel formuliert. "Wir wollen um die Play-Offs mitspielen", hieß es beim Basketball-Zweitligisten, der in den vier Spielzeiten zuvor stets nur (aber letztlich immer erfolgreich) gegen den Abstieg gespielt hatte. Vor dem vorletzten Normalrundenspieltag, der die Paderborner am heutigen Freitagabend (Anwurf 19.30 Uhr) zu den Rheinstars Köln führt, haben die Uni Baskets alle Zweifler bereits überzeugt. Die Stichkämpfe sind in Reichweite. Uli Naechster findet Erklärungen. "Wir hatten wenig Verletzungsprobleme", sagt der Paderborner Cheftrainer, der für ein paar Wochen auf den Kanadier Nick Tufegdzic (Sprunggelenk-OP) verzichten musste und seit geraumer Zeit Luca Kahl (doppelter Bänderriss) nicht mehr einsetzen kann. "Die Mannschaft war und ist körperlich fit", ergänzt Naechster. Der konnte aufgrund der Kontinuität im Aufgebot auf den "Sommerfahrplan" vieler Akteure Einfluss nehmen. Zudem - und diesen Punkt stellt der Coach besonders heraus - hätten sich die Akteure im Lauf der Spielzeit wirklich "als Mannschaft zusammengefunden". Auch die Periodisierung habe funktioniert. "Wir haben in den letzten Spielen wirklich guten Basketball gezeigt", sagt Naechster, der mit seinem Team zwischenzeitlich und nach fünf Niederlagen in Folge bereits drei Siege hinter einem Play-Off-Platz zurückgelegen hatte. Dann gelangen den Uni Baskets seit dem wichtigen 75:71 am 22. Januar in Nürnberg in zehn Partien sieben Siege und der Sprung auf den achten Rang. Der soll nun mit einem Erfolg am Rhein gefestigt werden. Naechster sieht der Sache optimistisch entgegen. "Wir besitzen das nötige Selbstvertrauen. Wenn wir konzentriert zu Werke gehen und die nötige Energie auf das Feld bringen, ist alles möglich", sagt der Coach, der am Sonntag seinen 34. Geburtstag feiert. Dann könnte sein Team bereits in den Play-Offs stehen. Einen Sieg in Köln und eine Hamburger Niederlage in Crailsheim vorausgesetzt. Doch vom Rhein gibt's eine Kampfansage. "Wir müssen gewinnen und werden mit jeder Faser unseres Körpers dafür kämpfen, als Sieger vom Platz zu gehen", tönt RheinStars-Manager Stephan Baeck vor der heutigen Partie in der riesigen Lanxess-Arena.

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