Beliebt bei Alt und Jung: Uni Baskets-Cheftrainer Uli Naechster klatscht im Sportzentrum Maspernplatz mit den Fans ab. - © Marc Köppelmann
Beliebt bei Alt und Jung: Uni Baskets-Cheftrainer Uli Naechster klatscht im Sportzentrum Maspernplatz mit den Fans ab. | © Marc Köppelmann

Paderborn Basketball: Der Trend spricht für Paderborn

Der Paderborner Zweitliga-Trainer ist vor dem wichtigen Spiel in Köln guter Dinge. Die RheinStars haben den größeren Druck

Jochem Schulze

Paderborn. Es bleibt dabei: Die Uni Baskets Paderborn treten am vorletzten Spieltag der 2. Bundesliga am morgigen Freitag ab 19.30 Uhr bei den RheinStars Köln an. Die Partie in der Lanxess-Arena war allerdings stark gefährdet. Denn wenn die Kölner Haie am Dienstagabend im Viertelfinal-Play-Off der Deutschen Eishockey-Liga Wolfsburg geschlagen hätten und zudem Nürnberg sowie Mannheim ausgeschieden wären, hätte der Eishockeysport am Freitag Vorrang gehabt. Die Haie aber verloren vor 16.000 Zuschauern 0:1. Die RheinStars jedoch wären wohl froh, wenn morgen Abend wenigstens 1.000 Besucher kommen würden. Das liegt nicht an den Gästen. Die werden von 100 Anhängern begleitet. Schließlich können die Uni Baskets am Rhein einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Play-Off-Teilnahme machen. Das Interesse der Kölner an einem Team, das im Sommer 2015 mit einer Wildcard in die 2. Liga gelangt war, hält sich dagegen weiterhin sehr in Grenzen. Beim letzten RheinStars-Heimspiel gegen Ehingen verloren sich in der riesigen Halle ganze 892 Besucher. Während die Paderborner selbst nach einer möglichen Niederlage am Freitag noch alle Play-Off-Chancen besitzen, sind die Kölner zum Gewinnen verurteilt. "Für Köln ist es der letzte Strohhalm. Der Druck dort ist größer als bei uns", sagt Uli Naechster. Der hatte mit seinen Mannen im November des Vorjahres das Hinspiel mit 91:81 gewonnen. Damals hatte noch Arne Woltmann auf der Kölner Trainerbank gesessen. Am 9. März wurde der Ex-Profi nach zwei Niederlagen in Folge freigestellt. Woltmanns Assistent Matt Dodson übernahm. Der Australier holte gegen Ehingen (70:65) einen Sieg und verlor mit 75:79 nach Verlängerung in Hamburg. Die Paderborner können mit dem besseren Trend aufwarten. "Wir haben sieben der vergangenen zehn Partien gewonnen", sagt Naechster. Der hat nun alle Chancen, ein weiteres Kölner Team aus allen Play-Off-Träumen zu reißen. Die Arena in Deutz wird es verschmerzen können. Dort steigt am 21. Mai das Finale der Eishockey-WM.

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