Bester Laune: Youngster Fritz Hemschemeier (vorne l.) und Pointguard Chase Adams genießen nach dem Heimsieg gegen Hanau die Ovationen der Fans. Trainer Uli Naechster (hinten l.) und Assistenzcoach Claus Reinsberger freuen sich ebenfalls. - © Marc Köppelmann
Bester Laune: Youngster Fritz Hemschemeier (vorne l.) und Pointguard Chase Adams genießen nach dem Heimsieg gegen Hanau die Ovationen der Fans. Trainer Uli Naechster (hinten l.) und Assistenzcoach Claus Reinsberger freuen sich ebenfalls. | © Marc Köppelmann

Paderborn Paderborns Korbjäger sind in Topform

Uni Baskets Paderborn wollen sich das Play-Off-Ticket sichern. Doch es warten schwere Aufgaben

Frank Beineke

Paderborn. Im Zweitliga-Heimspiel der Uni Baskets Paderborn gegen die White Wings Hanau waren nur noch wenige Sekunden zu spielen. Der Sieg der Paderborner Basketballer stand längst fest. Doch dann wurde ein Korberfolg wie ein spielentscheidender Buzzer-Beater gefeiert. Baskets-Youngster Fritz Hemschemeier hatte per Dreier seine ersten Zweitliga-Punkte erzielt. Und seine Teamkollegen feierten den 18-Jährigen euphorisch. "Die Reaktion zeigt, dass Fritz genau so ein wichtiger Bestandteil des Teams ist wie jeder andere. Und sie zeigt, dass wir eine Mannschaft haben, in der jeder dem anderen alles gönnt", sagt Baskets-Coach Uli Naechster. Dessen Schützlinge hatten beim 88:63-Erfolg gegen Hanau tatsächlich Team-Basketball vom Feinsten geboten. Paderborns Trainer konnte getrost durchwechseln, ohne irgendeinen Qualitätsverlust befürchten zu müssen. Am Ende hatten die Bankspieler exakt die Hälfte aller Punkte erzielt. "Wir sind derzeit auf unserem Toplevel. Die Jungs haben verstanden, worum es geht. Und die Körpersprache passt", urteilt Naechster, dessen Team sieben der letzten zehn Spiele gewann. Die Heimbilanz im Spieljahr 2017 steht derzeit bei 5:1-Siegen. Verdienter Lohn war am Samstag der neue Saisonrekord von 2.144 Zuschauern, die im Sportzentrum Maspernplatz für eine grandiose Stimmung sorgten. "Es hat sich halt herumgesprochen, dass dort eine Mannschaft auftritt, die alles gibt und gute Unterhaltung bietet", erklärt Paderborns Cheftrainer. Noch dazu liegen die Uni Baskets auf Play-Off-Kurs. Zwei Spieltage vor Saisonende gibt es allerdings ein gewaltiges Hauen und Stechen um die letzten Tickets für die Stichkämpfe. Gotha und Trier sind auf den Rängen sechs und sieben so gut wie durch. Der Tabellenneunte aus Hanau hat ein schweres Restprogramm und steckt in einer tiefen Formkrise. Und so dürften Paderborn, Köln und Hamburg um den letzten Play-Off-Platz kämpfen. Unter Umständen müssen die Uni Baskets sogar ihre letzten beiden Spiele gewinnen, um auf Rang acht zu finishen. Denn den direkten Vergleich gegen Hamburg haben sie auf jeden Fall verloren. Womöglich aber erreicht Paderborn schon am kommenden Wochenende das große Ziel. Voraussetzung ist am Freitag zunächst einmal ein Sieg im "kleinen Finale" bei den RheinStars Köln. Sollte Hamburg einen Tag später in Crailsheim verlieren, wäre die Paderborner Play-Off-Teilnahme vorzeitig perfekt. "Wir fahren mit einem guten Gefühl im Gepäck an den Rhein. Köln steht dagegen massiv unter Druck", sagt Naechster und fügt an: "Es gibt momentan keinen Grund, nicht an sich zu glauben. Wir müssen nur weiter mit Spaß und Freude an die Sache herangehen und dürfen nicht verkrampfen." Spaß und Freude hatte am Samstagabend auch Christoph Schlösser. "Die Entwicklung der letzten Wochen macht mich wahnsinnig stolz", sagt der Baskets-Präsident und lobt hierbei auch das Geschäftsstellen-Team und die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer bei den Heimspielen. Und die außergewöhnliche Stimmung im Sportzentrum macht dem Vereinschef Lust auf mehr. "Die Play-Offs wären jetzt die Kirsche auf dem Kuchen", so Schlösser.

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